FAQ

Allgemein

  1. Können mehrere Personen/Abteilungen den Bericht bearbeiten?
  2. Kann ich den ausgegebenen Bericht nach meinen Wünschen anpassen?
  3. Wo finde ich Erläuterungen zu den Begriffen und Angaben zur Beschaffung der einzugebenden Daten?
  4. Speichert das Programm die von mir eingegebenen Daten dauerhaft?
  5. Die von mir eingegebenen Daten sind verschwunden. Was ist passiert?
  6. Wie sieht es mit Datensicherheit und Datenschutz bei 360report aus?
  7. Wo sind meine Daten gespeichert?
  8. Wie kann ich meinen Lizenzvertrag kündigen?
  1. Orientierung an den Richtlinien der GRI, DNK und CDP
  2. Die GRI-Berichterstattungsgrundlagen
  3. Die GRI-Leitlinien
  4. Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts anhand der Leitlinie: die einzelnen Schritte
  5. Berichterstattungsgrundsätze
  6. Weitere berücksichtigte Nachhaltigkeitsstandards
  7. Welche Standards werden berücksichtigt und wie kann ich sehen, welche Standards in meinem Bericht erfüllt werden?
  8. Was sind die Standardangaben des GRI?
  9. Welche Arten von spezifischen Standardangaben gibt es?
  10. Welche sind die Kriterien zur Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts "in Überstimmung" mit den Leitlinien?
  11. Wie kann ich meinen Bericht von GRI überprüfen lassen?

CO2-Bericht

  1. Berichtsstandards für die CO2-Berechnung
  2. Emissionen berechnen
  3. CO2-Ausstoß kompensieren
  4. Was ist ein CO2-Fußabdruck bzw. Carbon Footprint?
  5. Was sind CO2-Äquivalente?
  6. Was versteht man unter CO2-Kompensation bzw. CO2-Ausgleich?
  7. Wie funktioniert der CO2-Ausgleich mit 360report?
  8. Was berichte ich nach dem Greenhouse Gas Protocol?
  9. Welche Emissionen beinhalten Scope 1, 2 und 3 des Greenhouse Gas Protocol?
  10. Was sind die Berechnungsgrundlagen für die Ermittlung der CO2-Emissionen mit 360report?

DIN EN 16247-1

Diese Informationen wurden der Website des BAFA entnommen.

  1. Welches Gesetz liegt der Pflicht zur Durchführung von Energieaudits zu Grunde?
  2. Was ist mit KMU-Empfehlung der Kommission genau gemeint?
  3. Welche Anforderungen bestehen an die Durchführung von Energieaudits?
  4. Wie oft muss mein Unternehmen ein Energieaudit durchführen?
  5. Müssen die im Rahmen des Energieaudits identifizierten Maßnahmen verpflichtend umgesetzt werden?
  6. Kann das BAFA mir vorab eine rechtsverbindliche Einschätzung zur Betroffenheit meines Unternehmens zukommen lassen?
  7. Wie gehe ich bei der Ermittlung der Mitarbeiterzahlen vor? Wie müssen Saisonarbeitskräfte berücksichtigt werden?
  8. Muss ich bei der Ermittlung der Mitarbeiterzahlen in meinem Unternehmen eingesetzte Leiharbeitnehmer berücksichtigen?
  9. Muss ich als Leiharbeitsunternehmen verliehene Mitarbeiter berücksichtigen?
  10. Mein Unternehmen betreibt eine Werkstatt für behinderte Menschen. Müssen Werkstattbeschäftigte mit einem arbeitnehmerähnlichen Status bei der Ermittlung der Mitarbeiterzahl berücksichtigt werden?
  11. Wie gehe ich bei der Ermittlung der Mitarbeiterzahlen und der finanziellen Schwellenwerte vor, wenn mein Unternehmen mit anderen Unternehmen verflochten ist?
  12. Muss ich bei der Ermittlung der Mitarbeiterzahlen und der finanziellen Schwellenwerte auch Beteiligungen im Ausland berücksichtigen?
  13. Welcher Energieverbrauch ist im Rahmen der Durchführung eines Energieaudits zu berücksichtigen?
  14. Ab wann gilt ein Energieaudit als repräsentativ? Kann ich bestimmte geringfügige Energieverbräuche unberücksichtigt lassen?
  15. Mein Unternehmen betreibt eine Energieerzeugungsanlage. Wie muss diese im Rahmen der Durchführung des Energieaudits betrachtet werden?
  16. Auch Stromversorgungsunternehmen unterliegen der Pflicht zur Durchführung eines Energieaudits. Müssen Netzverluste berücksichtigt werden?
  17. Mein Unternehmen betreibt zahlreiche Anlagen im Contracting. Muss ich als Contractinggeber diese Anlagen in meinem Energieaudit berücksichtigen?
  18. Wer ist bei angemieteten bzw. vermieteten Gebäuden oder Räumen für die Durchführung des Energieaudits zuständig?
  19. Muss ich als Vermieter von Gebäuden auch meine vermieteten Gebäude in das Energieaudit einbeziehen?
  20. Für das Gebäude, in dem mein Unternehmen tätig ist, liegt ein bedarfsorientierter Energieausweis vor? Bin ich von der Energieauditpflicht freigestellt?
  21. Ist im Rahmen der Durchführung eines Energieaudits die Gebäudehülle zwangsläufig zu untersuchen?
  22. Muss ich als verpflichtete Immobiliengesellschaft (Nicht-KMU), die eine Vielzahl an vermieteten Gebäuden besitzt, diese in meinem Energieaudit berücksichtigen?
  23. Welche Vereinfachungsverfahren gibt es für Unternehmen mit einer Vielzahl an vergleichbaren Standorten?
  24. Wie kann in meinem Unternehmen als rechtlich selbstständiger Einheit das Multi-Site-Verfahren im Erstaudit Anwendung finden und was muss beachtet werden?
  25. Wie kann ich in meinem Konzern das Multi-Site-Verfahren im Erstaudit anwenden und dieses auch auf Partner- und/oder verbundene Unternehmen ausweiten? Was muss hier beachtet werden?
  26. Was ist unter einem Standort zu verstehen?
  27. Muss ich Standorte meines Unternehmens im EU-Ausland oder in sonstigen Drittländern bei der Durchführung des Energieaudits berücksichtigen?
  28. Mein Unternehmen zieht Ende des Jahres 2015 um. Muss ich für den alten Standort ein vollständiges Energieaudit durchführen?
  29. Wie wird die Durchführung des Energieaudits überprüft?
  30. Muss ich dem BAFA bis zum 5. Dezember 2015 einen Nachweis über mein durchgeführtes Energieaudit zusenden?
  31. Welche Nachweise muss ich dem BAFA im Falle einer Stichprobenkontrolle vorlegen?
  32. Wann können Bußgelder verhängt werden und in welcher Höhe?

 

Allgemein

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1. Können mehrere Personen/Abteilungen den Bericht bearbeiten?

Es besteht die Möglichkeit, dass mehrere Personen und Abteilungen an einem Bericht arbeiten, auch von verschiedenen Standorten aus. Sie können natürlich auch parallel in 360report arbeiten.

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2. Kann ich den ausgegebenen Bericht nach meinen Wünschen anpassen?

Sofort im Anschluss an die Dateneingabe können Sie automatisch den fertigen Bericht als PDF- oder Word-Dokument erstellen. Das generierte Word-Dokument können Sie nach dem Herunterladen nachträglich nach Ihren eigenen Wünschen bearbeiten und gestalten

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3. Wo finde ich Erläuterungen zu den Begriffen und Angaben zur Beschaffung der einzugebenden Daten?

Die Definitionen der einzelnen Begriffe sowie Informationen, aus welchem Bereich Ihres Unternehmens Sie die abgefragten Daten erhalten, finden Sie jeweils im Hilfebereich der einzelnen Indikatoren. Eine vollständige Auflistung aller Begriffserklärungen für den GRI-Standard finden Sie im Glossar, auf das Sie über den Button rechts oben von jeder Seite aus zugreifen können.

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4. Speichert das Programm die von mir eingegebenen Daten dauerhaft?

Alle eingegebenen und gespeicherten Daten werden in Ihrem Account dauerhaft gesichert. Sie können danach jederzeit darauf zugreifen, sie bearbeiten und ausdrucken.

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5. Die von mir eingegebenen Daten sind verschwunden. Was ist passiert?

Sofern Sie die Daten in der Maske, die Sie gerade bearbeiten, nicht gespeichert haben, sind diese nach erneutem Einloggen nicht mehr verfügbar. Speichern Sie daher die eingegebenen Daten immer über den „Speichern“-Button, wenn Sie die Bearbeitung unterbrechen.

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6. Wie sieht es mit Datensicherheit und Datenschutz bei 360report aus?

Bei uns sind Ihre Daten sicher! Alle von Ihnen eingegebenen Daten werden anonymisiert und nicht an externe Stellen weitergegeben. Zur Übermittlung und Sicherung Ihrer persönlichen Daten verwendet 360report das SSL-Verschlüsselungsverfahren und besitzt dafür ein sicheres SSL-Zertifikat. In aktuellen Browsern wie Firefox erkennen sie die Verschlüsselung an der veränderten Adressleiste und dem "https" in der Adresszeile.

SSL steht für Secure Sockets Layer (auch TLS, Transport Layer Security) und ist ein hybrides Verschlüsselungsprotokoll zur sicheren Datenübertragung im Internet. Webserver und Webbrowser nutzen das Protokoll, um einen einzigartigen verschlüsselten Kanal zu erstellen. Jedes SSL-Zertifikat besteht aus einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel. Der öffentliche Schlüssel wird für die Verschlüsselung der Informationen verwendet, der geheime für die Entschlüsselung. Das heißt, sobald Sie über Ihren Webbrowser auf 360report zugreifen und Ihre Daten eingeben (Anmeldung, Werte etc.), verschlüsselt unser System diese und schützt sie so sicher vor fremdem Zugriff.

RapidSSL Logo

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7. Wo sind meine Daten gespeichert?

Die von Ihnen bei 360report eingegebenen Daten werden zentral auf einem Server gesichert. In diesem Zusammenhang wird oft der Begriff „Cloud“ (deutsch: Wolke) verwendet. Der Server, auf dem Ihre Daten gespeichert sind, steht in Falkenstein/Vogtland, Deutschland, und bietet die höchstmögliche Datensicherheitsstufe.

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8. Wie kann ich meinen Lizenzvertrag kündigen?

Die Laufzeit Ihres 360report-Lizenzvertrages beträgt ein Jahr und verlängert sich automatisch nach Ablauf der Vertragslaufzeit um ein weiteres Jahr. Sie können den Lizenzvertrag unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Wochen vor Ende der Vertragslaufzeit kündigen. Die Kündigung muss schriftlich an 360report GmbH, Ackerstraße 14-15, 10115 Berlin, erfolgen.

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1. Orientierung an den Richtlinien der Global Reporting Initiative, DNK und CDP

360report folgt den Leitlinien für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten der Global Reporting Initiative (GRI). GRI hat sich als weltweiter Standard für die Nachhaltigkeitsberichterstattung etabliert. In der Praxis ist GRI der am häufigsten angewandte Standard. Aus diesem Grund orientiert sich die Bearbeitungsstruktur von 360report an den GRI-Leitlinien, die aus den Berichterstattungsgrundlagen, den Standardangaben und einer Umsetzungsanleitung zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten dienen.

Deutscher Nachhaltigkeits-Kodex

Neben der Berichterstattung nach den Richtlinien der GRI bieten wir bei 360report auch die Möglichkeit der Berichterstattung nach dem Deutschen Nachhaltigkeits-Kodex (DNK). Dieser ist einfacher und nicht so umfangreich wie die GRI Leitlinien, auch wenn einige der Indikatoren von GRI übernommen wurden. 

Der DNK bietet einen Rahmen für die Berichterstattung zu nichtfinanziellen Leistungen, der von Organisationen und Unternehmen jeder Größe und Rechtsform genutzt werden kann. Wie ein juristisches Gutachten bestätigt, erfüllen Anwender mit dem DNK die 2014 verabschiedete EU-Berichtspflicht zu nichtfinanziellen und die Diversität betreffenden Informationen. 

CDP

Neben diesen beiden Leitlinien biete 360report zudem die Möglichkeit nach dem CDP zu berichten, sei es allein oder für die folgenden Module in Verbindung mit GRI:

  • Climate Change
  • Supply Chain
  • Water

CDP ist eine Non-Profit Organisation, die die Veröffentlichung von Umwelt- sowie Emissionsdaten von Unternehmen und Kommunen forciert und unterstützt. Mit Hilfe von Fragebögen werden jährlich klimarelevante Daten von Unternehmen weltweit ermittelt und in einer gemeinsamen, teils öffentlich zugänglichen Datenbank gespeichert.

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2. Die GRI-Berichterstattungsgrundlagen

Die GRI-Berichterstattungsgrundlagen des Standards GRI G4 legen als allgemeingültiger Rahmen die Prinzipien und Indikatoren dar, welche Organisationen nutzen können, um ihre ökonomische, ökologische und soziale Leistung zu messen. Er ist für die Verwendung in Organisationen unabhängig von ihrer Größe, ihrer Branche oder ihrem Standort konzipiert und berücksichtigt praktische Gegebenheiten, wie sie in den unterschiedlichen Organisationen vorzufinden sind.

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3. Die GRI-Leitlinien

Die GRI-Leitlinien des Standards GRI G4 wurden unter Einbeziehung zahlreicher Stakeholder aus Wirtschaft, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden, der Zivilgesellschaft und den Finanzmärkten sowie Wirtschaftsprüfern und Fachleuten verschiedener Disziplinen und in enger Zusammenarbeit mit Aufsichtsrat- und Regierungsbehörden in mehreren Ländern entwickelt. Die Entwicklung erfolgte in Übereinstimmung mit international anerkannten Berichterstattungsdokumenten, auf die in den Leitlinien verwiesen wird. Außerdem bieten die Leitlinien auch internationale Referenz für diejenigen, die an den Angaben von Organisationen in Bezug auf deren Unternehmensführung sowie den ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Leistungsdaten und Auswirkungen interessiert sind.

Die Leitlinien bestehen aus zwei Teilen:

  • Berichterstattungsgrundsätze und Standardangaben, welche die Grundsätze zur Berichterstattung, Standardangaben und die Kriterien zur Erstellungen eines Nachhaltigkeitsberichtes
  • Umsetzungsanleitung, die Erklärungen zur Anwendung der Berichterstattungsgrundsätze, zur Aufbereitung offenzulegender Informationen und zur Interpretation

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4. Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts anhand der Leitlinien: die einzelnen Schritte

Die Berichterstellung mit 360report ist – entsprechend der GRI – ein iterativer Prozess. Den Kern eines Nachhaltigkeitsberichts bildet der Schwerpunkt auf dem Prozess zur Ermittlung wesentlicher Aspekte, unter anderem basierend auf dem Prinzip der Wesentlichkeit.

  1. Verschaffen Sie sich eine Übersicht indem Sie die Berichterstattungsgrundsätze und Standardangaben, sowie die Definitionen der Schlüsselbegriffe lesen.
  2. Wählen Sie die bevorzugte "in Übereinstimmung"-Option aus, entscheiden Sie sich also für eine Berichterstattung "im Kern" oder "umfassend".
  3. Bereiten Sie die Veröffentlichung von allgemeinen Standardangaben vor.
  4. Bereiten Sie die Veröffentlichung von spezifischen Standardangaben vor (der Bericht sollte die DMA und die Indikatoren für die ermittelten wesentlichen Aspekte beinhalten).
  5. Erstellen Sie den Nachhaltigkeitsbericht

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5. Berichterstattungsgrundsätze

Die Berichterstattungsgrundsätze sind zur Erreichung von Transparenz bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung von elementarer Bedeutung und sollten daher von allen Organisationen bei der Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts eingehalten werden. Die Umsetzungsanleitung legt den Prozess dar, der von Organisationen bei Entscheidungen gemäß den Berichterstattungsgrundsätzen zu befolgen ist.

  • Grundsätze zur Bestimmung der Berichtsinhalte:
    • Einbeziehung von Stakeholdern
    • Nachhaltigkeitskontext
    • Wesentlichkeit
    • Vollständikeit
  • Grundsätze zur Bestimmung der Berichtsqualität:
    • Ausgewogenheit
    • Vergleichbarkeit
    • Genauigkeit
    • Aktualität
    • Klarheit
    • Verlässlichkeit

Detaillierte Informationen zur GRI erhalten Sie unter: https://www.globalreporting.org/information/g4/Pages/default.aspx/

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6. Weitere berücksichtigte Nachhaltigkeitsstandards

360report bietet in der Berichterstattung nach GRI auch die Verknüpfung zu den Richtlinien des UN Global Compact, ISO 26000 und Greenhouse Gas Protocol. Auch eine 

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7. Welche Standards werden berücksichtigt und wie kann ich sehen, welche Standards in meinem Bericht erfüllt werden?

360report integriert die vier wichtigsten internationalen Nachhaltigkeitsstandards: Global Reporting Initiative (GRI), UN Global CompactISO 26000 und Greenhouse Gas Protocol. Die Struktur der Berichterstattung mit 360report orientiert sich an den Richtlinien des GRI. Durch das vollständige Ausfüllen der einzelnen Indikatoren, erfüllen Sie gleichzeitig die Vorgaben der GRI zum jeweils abgedeckten Themenbereich. In der Indikatorenübersicht sehen Sie in den Spalten UN Global Compact und ISO 26000 jeweils, welche Prinzipien bzw. Themen dieser beiden Standards abgedeckt sind. Im automatisch erstellten Inhaltsverzeichnis ist für jeden GRI-Indikator ebenfalls einzeln aufgeführt, welche Indikatoren der anderen Standards den Angaben entsprechen.

Damit Sie den Vorgaben des UN Global Compact entsprechen, müssen Sie einen sogenannten "Letter of Commitment"(Beitrittserklärung) sowie einen jährlichen Fortschrittsbericht verfassen. In 360report ist dieser Bericht als einzelner Indikator integriert. Füllen Sie diesen aus, um den Anforderungen des UN Global Compacts zu entsprechen.

In Bezug auf die Richtlinien ISO 26000 deckt 360report das gesamte Kapitel 6 ab. Dies ist der Bereich der Messung von Nachhaltigkeit.

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8. Was sind die „Standardangaben“ des GRI?

Der GRI-Leitfaden gibt Themen und Informationen für die Berichterstattung an, die für die meisten Organisationen wesentlich und die für die meisten Stakeholder von Interesse sind. Diese werden durch zwei Kategorien von Standardangaben abgedeckt:

  • Allgemeine Standardangaben: Die allgemeinen Standardangaben beinhalten die Themen:
    • Strategie und Analyse
    • Organisationsprofil
    • Ermittelte wesentliche Aspekte und Grenzen
    • Einbindung von Stakeholdern
    • Berichtsprofil
    • Unternehmensführung
    • Ethik und Integrität
  • Spezifische Standardangaben: Die spezifischen Standardangaben beinhalten:
    • Angaben zum Managementansatz
    • Indikatoren

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9. Welche Arten von Spezifischen Standardangaben gibt es?

Die spezifischen Standardangaben sind unterteilt in:

  1. EC - Wirtschaftlich
  2. EN – Ökologisch
  3. LA – Arbeitspraktiken und menschenwürdige Beschäftigung
  4. HR – Menschenrechte
  5. PR – Produktverantwortung
  6. SO – Gesellschaft

Jede Kategorie enthält Angaben zum Managementansatz und einen Katalog entsprechender Kern- und Zusatzindikatoren.

Die als Kernindikator bezeichneten Indikatoren sind allgemein anwendbar und es wird davon ausgegangen, dass sie für die meisten Organisationen wesentlich sind. Zusatzindikatoren werden entweder verwendet, um neue Praktiken vorzustellen oder um Themen zu behandeln, die für manche Organisationen von Bedeutung sein können und für andere wiederum nicht. Sie können selbst entscheiden, welche und wie viele Indikatoren sie ausfüllen möchten.

Die Angaben zum Managementansatz stellen zusätzliche Informationen dar, die einen kurzen Überblick über den Managementansatz für die Aspekte enthalten, die in jeder Indikatorkategorie definiert werden. Die Angaben sollen genauer beleuchten, vor welchem Hintergrund die Leistungsinformationen in Ihrer Organisation zu betrachten sind.

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10. Welche sind die Kriterien zur Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts "in Übereinstimmung" mit den Leitlinien?

Die Leitlinien bieten Organisationen zwei Optionen zur Erstellung eines Nachhaltigkeitberichts "In Übereinstimmung" mit den Leitlinien: die "Kern-" und die "Umfassende" Option. Beide Optionen sind von allen Organisationen, unabhängig von Größe, Branche oder Standort, anwendbar.

Die "Kern" Option enthält die wesentlichen Elemente eines Nachhaltigkeitsberichts. Es wird ein Hintergrund geschaffen, vor dem eine Organisation Angaben zu den Auswirkungen ihrer wirtschaftlichen, ökologische, gesellschaftlichen und führungsbezogenen Leistung machen kann. 

Die "umfassende" option baut auf der "Kern" Option auf und erfordert zusätzliche Standardangaben zur Strategie und Analyse, zur Unternehmensführung sowie zur Ethik und Integrität der Organisation. Darüber hinaus muss die Organisation ausführlicher über ihre Leistung berichten, indem sie alle Indikatoren im Zusammenhang mit den als wesentlich ermittelten Aspekten darlegt. 

Die Optionen beziehen sich nicht auf die Qualität des Berichts oder die Leistung der Organisation. Sie spiegeln die Einhaltung der Leitlinien bei der Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts der Organisation wider. 

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11. Wie kann ich meinen Bericht von GRI überprüfen lassen?

Die früher vorhandene Möglichkeit GRI Berichte in einem klar definierten Verfahren prüfen bzw. zertifizieren zu lassen besteht seit der Version GRI-G4 nicht mehr. Allerdings gibt es jetzt einen sogenannten Wesentlichkeits-Analyse-Service (Materiality Disclosure Service), der die Beteiligung der Stakeholder, den Berichtsinhalt und die Grenzen der Berichterstattung kontrolliert. Dadurch wird bestätigt, dass diese Dinge in Übereinstimmung mit den Leitlinien sind. 

Für die Bewertung der Wesentlichkeitsanalyse benötigt GRI fünf Arbeitstage, ab dem Zeitpunkt, an dem alle benötigten Unterlagen eingegangen sind. Der sogenannte "Content Index Service", der den Inhalt der überprüft, liefert ein erstes Feedback innerhalb von acht Arbeitstagen. Beide Bewertungsverfahren können durch die Entrichtung einer Gebühr um mehrere Tage beschleunigt werden (von fünf auf zwei, bzw. von acht auf vier Arbeitstage).

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1. Berichtsstandards für die CO2-Berechnung

360report bietet die Berichterstattung nach dem Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) und nach CDP (Carbon Disclosure Project), indem die Daten für den Bereich "Climate Change" genutzt werden können. 

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2. Emissionen berechnen

In dem jeweiligen Bericht sehen Sie eine Übersichtsseite mit einer vollständigen Liste der unterschiedlichen Verursacher von Emissionen unterteilt nach Scope 1, 2 und 3.

Sie können frei wählen, welche der Emissionen Sie bearbeiten möchten und in welcher Reihenfolge. Je nachdem, ob Sie einen Bereich überhaupt nicht, nur einige Felder oder alle Felder bearbeitet haben, erscheint in der CO2-Berechnung.

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6. CO2-Ausstoß kompensieren

Sobald Sie Daten zu Ihren CO2-Emissionen in einem Bericht gespeichert haben, können Sie ganz einfach Ihren CO2-Ausstoß ausgleichen. In der Übersicht wird Ihnen der ausgeglichene Wert angezeigt.

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7. Was ist ein CO2-Fußabruck bzw. ein Carbon Footprint

Der Grundgedanke des CO2-Fußabdrucks bzw. Carbon Footprint ist es, eine Grundlage zu schaffen, auf der Einflüsse auf das Klima quantitativ verglichen werden können. Der CO2-Fußabdruck bildet die Emissionen eines Einzelnen, eines Unternehmens, einer Organisation oder eines Produkts ab. Er bildet die Klimaauswirkung von Produkten oder Unternehmen unter Einbeziehung der gesamten Wertschöpfungskette eines Produktes oder einer Dienstleistung ab, die durch Rohstoffe, Produktion, Transport, Handel, Nutzung, Recycling und Entsorgung entstehen. Bei der Ermittlung sollen alle direkten, indirekten und mobilen Emissionen von klimaschädlichen Treibhausgasen mit einbezogen und als CO2 -Äquivalente ausgewiesen werden.

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8. Was sind CO2-Äquivalente?

Nicht jedes Treibhausgas ist gleichermaßen wirksam, hat also ein unterschiedliches Treibhausgaspotenzial. Methan ist z. B. 23 mal so klimaschädlich wie CO2, Ozon 2.000 mal und FCKW sogar 14.000 mal. Um Emissionen zu vergleichen, werden daher alle anderen Treibhausgase auf CO2 umgerechnet. Man spricht dann von CO2-Äquivalenten. Entsprechend den internationalen Standards des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) wird mit einem Zeithorizont von 100 Jahren gerechnet. Das bedeutet, dass beispielsweise 1kg Methan mit einem CO2-Äquivalent von 28 innerhalb der ersten 100 Jahre nach Freisetzung 28-mal so stark zum Treibhausgaseffekt beiträgt wie 1kg CO2.

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9. Was versteht man unter CO2-Kompensation bzw. CO2-Ausgleich?

Es ist möglich, den CO2-Fußabdruck eines Produkts oder Unternehmens zu "neutralisieren", indem man entsprechend dem Ergebnis der Berechnung in Projekte investiert, die positive Auswirkungen auf das Klima haben wie beispielsweise Regenwaldaufforstungen, erneuerbare Energien oder andere klimafreundliche Maßnahmen. Um den Ausgleich kümmern sich spezialisierte Unternehmen. Wir von 360report kooperieren mit den Klimarebellen. Sie können den CO2-Ausgleich über 360report daher sofort und einfach über unseren CO2-Rechner vornehmen. Selbstverständlich steht Ihnen ebenso frei, über ein Unternehmen Ihrer Wahl den CO2-Ausstoß zu kompensieren.

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10. Wie funktioniert der CO2-Ausgleich mit 360report?

Jeder CO2-Emissionsausgleich mit 360report wird sorgsam dokumentiert. Sie erhalten eine Urkunde über den erfolgten Ausgleich sowie einen Nachweis über die Stilllegung der CO2-Emissionsrechte beim Emissionsregister der Europäischen Union.

360report-Partner für den Emissions-Ausgleich ist die zukunftswerk eG, eine Genossenschaft mit Sitz in Starnberg, die beim Europäischen Emissionsregister als Akteur registriert ist und in unserem Auftrag dort CO2-Emissionsrechte in der jeweils erforderlichen Anzahl stilllegt und die Stilllegung dokumentiert.

Sie zählt zu den wenigen Anbietern am Markt, die für den freiwilligen Emissionsausgleich ausschließlich CO2-Emissionsrechte verwenden, die von den Vereinten Nationen (UNFCCC) zertifiziert sind. Diese CO2-Emissionsrechte heißen Certified Emission Reduction (CER). 

Der Ausgleich von CO2-Emissionen erfolgt dadurch, dass CO2-Emissionsrechte endgültig dem Markt entzogen, also stillgelegt werden. Die Stilllegung von CER erfolgt beim Emissionsregister der Europäischen Union. Anders als andere Organisationen dokumentieren wir unseren Kunden die Stilllegung der CO2-Emissionsrechte transaktionsgenau und zeitnah. In der Regel erhalten unsere Kunden binnen 48 Stunden ihren Stilllegungsnachweis sowie eine Urkunde über den erfolgten Ausgleich der CO2-Emissionen. Die Registrierungsnummer von zukunftswerk beim Europäischen Emissionsregister lautet: EU-100-5016768-0-3.

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11. Was berichte ich nach dem Greenhouse Gas Protocol?

Das Greenhouse Gas (GHG) Protocol (Treibhausgas-Protokoll), ist ein weltweit anerkanntes und genutztes Instrument zur Quantifizierung und zum Management von Treibhausgas-Emissionen. Entwickelt wurden die verschiedenen unter dem GHG Protocol zusammengefassten Standards im Rahmen einer 1998 geschlossenen Kooperation zwischen dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) und dem World Resources Institute (WRI).

Das GHG Protocol hat Richtlinien für organisationsweite Berechnungen von Treibhausgasemissionen, sowie für die Durchführung von Projekten zur Emissions-Reduzierung entwickelt. Diese richten sich an Regierungen, Unternehmen und andere Organisationen. Unternehmen benutzen das GHG Protocol vermehrt für das Management von Treibhausgasemissionen im Zuge ihrer Corporate Social Responsibility (CSR)-Strategie. Die Emissionen sind innerhalb des GHG Protocols nach den Scopes 1, 2 und 3 aufgeteilt, die jeweils verschiedene Arten von Treibhausgas-Emissionen umfassen: Scope 1 beinhaltet direkte Emissionen eigener Anlagen. Scope 2-Emissionen sind indirekte Emissionen, die bei der Bereitstellung von Energie für das Unternehmen entstehen. Scope 3-Emissionen sind indirekte Emissionen (ohne solche aus Scope 2), die in der gesamten Wertschöpfungskette entstehen.

Mit dem CO2-Rechner 360report CO2 können Sie die Emissionen für alle Scopes berichten. Unter den einzelnen Scopes sind jeweils die verschiedenen „Emissionstypen“ aufgelistet.

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12. Welche Emissionen beinhalten Scope 1, 2 und 3 des Greenhouse Gas Protocol?

Scope 1

Scope 1 umfasst alle Treibhausgasemissionen, die direkt im Unternehmen anfallen. Dazu gehören beispielweise Emissionen aus der Verbrennung stationärer Quellen (z. B. Heizkessel) oder mobiler Quellen (z. B. unternehmenseigener Fuhrpark), Treibhausgasemissionen aus der Produktion oder aus chemischen Prozessen sowie flüchtige Treibhausgasemissionen.

Scope 2

Scope 2 beinhaltet alle indirekten Treibhausgasemissionen, die für die Energiebereitstellung des Unternehmens entstehen, dh. alle Treibhausgasemissionen, die bei der Bereitstellung von Strom, Erdgas oder Fernwärme durch ein Energieversorgungsunternehmen entstehen. 

Scope 3

Scope 3 umfasst alle übrigen Treibhausgasemissionen, die mit der Unternehmenstätigkeit in Zusammenhang stehen. Dazu gehören Treibhausgasemissionen ausgelagerter Unternehmensbereiche, Treibhausgasemissionen der Abfallentsorgung und des Recyclings, Treibhausgasemissionen von Geschäftsreisen oder Pendlerverkehr der Mitarbeiter etc. Ausführlichere Informationen finden Sie auch im Leitfaden des GHG Protocols zu Scope 3:  Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard.

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13. Was sind die Berechnungsgrundlagen für die Ermittlung der CO2-Emissionen bei 360report?

Die CO2-Werte basieren hauptsächlich auf den Werten der DEFRA (Department for Environment, Food and Rural Affairs). Detailliertere Informationen über die verwendeten Werte erhalten Sie von 360report.

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1. Welches Gesetz liegt der Pflicht zur Durchführung von Energieaudits zu Grunde?

Die Pflicht zur Durchführung von Energieaudits folgt aus den §§ 8 ff. des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G). Hintergrund der Regelungen ist die Richtlinie 2012/27/ EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25.10.2012. Diese Energieeffizienzrichtlinie sieht in Art. 8 Abs. 4 – 7 vor, dass alle Mitgliedsstaaten sicherzustellen haben, dass Unternehmen, die kein kleines und mittleres Unternehmen (KMU) sind, Energieaudits periodisch durchführen. In Deutschland erfolgte die Umsetzung in nationales Recht durch eine entsprechende Änderung des EDL-G. Die Gesetzesnovelle wurde am 21. April 2015 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und trat am 22. April 2015 in Kraft.

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2. Was ist mit KMU-Empfehlung der Kommission genau gemeint?

Hiermit ist die Empfehlung 2003/361/EG der Kommission vom 6. Mai betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen (ABl. L 124 vom 20.5.2003, S. 36) gemeint. Zu der Empfehlung gibt es auch ein von Seiten der Kommission veröffentlichtes Benutzerhandbuch.

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3. Welche Anforderungen bestehen an die Durchführung von Energieaudits?

Die Anforderungen an Energieaudits sind in § 8a des EDL-G geregelt. Das Energieaudit muss nach § 8a Absatz 1 Nr. 1 EDL-G insbesondere den Anforderungen der DIN EN 16247-1 entsprechen.

Gemäß der DIN EN 16247-1 ist ein Energieaudit eine systematische Inspektion und Analyse des Energieeinsatzes und des Energieverbrauchs einer Anlage, eines Gebäudes, eines Systems oder einer Organisation mit dem Ziel, Energieflüsse und das Potenzial für Energieeffizienzverbesserungen zu identifizieren und über diese zu berichten.

Die weiteren grundsätzlichen Anforderungen an Energieaudits sind in § 8a EDL-G und im Merkblatt des BAFA beschrieben.

Die BAFA ist hierbei mit der stichprobenhaften Überprüfung der Energieaudits sowie der Bereitstellung in einer öffentlichen Liste von Personen, die über die erforderliche Qualifikation verfügen, Energieaudits durchzuführen, beauftragt. 

Merkblatt für Energieaudits des BAFA

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4. Wie oft muss mein Unternehmen ein Energieaudit durchführen?

Das Energieaudit muss erstmals bis zum 5. Dezember 2015 und danach, gerechnet vom Zeitpunkt des ersten Audits, alle vier Jahre durchgeführt werden.

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5. Müssen die im Rahmen des Energieaudits identifizierten Maßnahmen verpflichtend umgesetzt werden?

Nein, die Umsetzung von identifizierten Maßnahmen ist nicht verpflichtend und liegt in der Eigenverantwortung des Unternehmens. Ziel eines Energieaudits ist es zunächst, für entsprechende Transparenz hinsichtlich des Energieverbrauchs und möglicher Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in einem Unternehmen zu sorgen.

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6. Kann das BAFA mir vorab eine rechtsverbindliche Einschätzung zur Betroffenheit meines Unternehmens zukommen lassen?

Nein. Nach dem EDL-G obliegt den Unternehmen die Prüfung, ob sie die Kriterien eines Nicht-KMU erfüllen und in den Anwendungsbereich des Gesetzes fallen. Eine Beurteilung der Betroffenheit eines Unternehmens kann von Seiten des BAFA somit im Vorhinein nicht rechtsverbindlich festgestellt werden. Lediglich im Rahmen der Stichprobenprüfung kann eine solch umfangreiche Prüfung vorgenommen werden. Im Zweifel sollte externe fachliche Expertise z. B. durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder sonstige Fachleute herangezogen werden.

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7. Wie gehe ich bei der Ermittlung der Mitarbeiterzahlen vor? Wie müssen Saisonarbeitskräfte berücksichtigt werden?

Die Mitarbeiterzahl entspricht der Zahl der während eines Jahres beschäftigten Vollzeitarbeitnehmer (in Jahresarbeitseinheiten JAE). Teilzeitbeschäftigte und Saisonarbeiter oder Mitarbeiter, welche während des laufenden Kalenderjahres ins Unternehmen eingetreten oder aus diesem ausgeschieden sind, werden somit nur anteilig berücksichtigt.

Ein Mitarbeiter, der z.B. am 1. Juli eines Kalenderjahres ins Unternehmen eingetreten ist und ab diesem Zeitpunkt zu 50 Prozent in Teilzeit tätig ist, zählt damit beispielsweise nur als 0,25 JAE.

Um die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der entsprechenden Betrachtungsperiode zu bestimmen, sollte folgende Rechnung durchgeführt werden:

  1. Ermittlung der Anzahl der Vollzeitäquivalente eines jeden Monats des Geschäftsjahrs
  2. Addition der jeweiligen Vollzeitäquivalente der Monate
  3. Division der Summe der Vollzeitäquivalente durch die Anzahl der Monate im Geschäftsjahr.

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8. Muss ich bei der Ermittlung der Mitarbeiterzahlen in meinem Unternehmen eingesetzte Leiharbeitnehmer berücksichtigen?

Ja. Nach der KMU-Empfehlung müssen bei der Ermittlung der Vollzeitarbeitnehmer auch „für das Unternehmen tätige Personen, die in einem Unterordnungsverhältnis zu diesem stehen und nach nationalem Recht als Arbeitnehmer gelten“ berücksichtigt werden.

Auch wenn diese Personen in einem Arbeitsverhältnis zum Verleiher stehen, von welchem sie auch ihr Gehalt beziehen, erbringen Leiharbeitnehmer ihre Arbeitsleistung im Betrieb des Entleihers. Zu diesem stehen sie auch in einem Unterordnungsverhältnis, da der Entleiher zur Ausübung von Weisungen gegenüber dem Leiharbeitnehmer berechtigt ist.

Leiharbeitnehmer sind entsprechend bei der Ermittlung der Mitarbeiterzahl zu berücksichtigen.

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9. Muss ich als Leiharbeitsunternehmen verliehene Mitarbeiter berücksichtigen?

Ja. Nach der KMU-Empfehlung müssen bei der Ermittlung der Vollzeitarbeitnehmer alle Lohn- und Gehaltsempfänger berücksichtigt werden. Nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) verliehene Mitarbeiter stellen Gehaltsempfänger des Verleihers dar, welche somit bei der Ermittlung der Mitarbeiterzahl auch beim Verleiher zu berücksichtigen sind.

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10. Mein Unternehmen betreibt eine Werkstatt für behinderte Menschen. Müssen Werkstattbeschäftigte mit einem arbeitnehmerähnlichen Status bei der Ermittlung der Mitarbeiterzahl berücksichtigt werden?

Nein. „Voll erwerbsgeminderte“ Menschen, insbesondere Werkstattbeschäftigte gelten nach nationalem Recht nicht als Arbeitnehmern gleichgestellter Personenkreis.

Für nach dem Sozialgesetzbuch „voll erwerbsgeminderte“ Menschen gibt es einen Rechtsanspruch auf Teilhabe am Arbeitsleben. Der Begriff „voll erwerbsgemindert“ beschreibt einen Rechtsanspruch für Menschen, die aufgrund einer Krankheit oder Behinderung außerstande sind, mindestens drei Stunden täglich unter den Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zu arbeiten. Für diese Menschen wurde ein arbeitnehmerähnliches Rechtsverhältnis vom Gesetzgeber etabliert. Dieser Rechtsstatus gewährt den Beschäftigten umfangreiche Schutzrechte. Die Arbeitswelt von Werkstattbeschäftigten ist einerseits an der allgemeinen Arbeitswelt orientiert, aber sie unterscheidet sich in wesentlichen Punkten.

Werkstattbeschäftigte gelten somit nicht als nach nationalem Recht Arbeitnehmern gleichgestellter Personenkreis und müssen somit bei der Ermittlung der Mitarbeiterzahlen nicht berücksichtigt werden.

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11. Wie gehe ich bei der Ermittlung der Mitarbeiterzahlen und der finanziellen Schwellenwerte vor, wenn mein Unternehmen mit anderen Unternehmen verflochten ist?

Nur eigenständige Unternehmen mit weniger als 25 % eigener Beteiligung an einem anderen Unternehmen oder fremder Beteiligung am eigenen Unternehmen können bei der Berechnung der Mitarbeiterzahlen und finanziellen Schwellenwerte isoliert betrachtet werden. Unternehmen, welche mit anderen Unternehmen verbunden oder ein Partnerunternehmen eines anderen Unternehmens sind, müssen vollständig oder anteilsmäßig die Werte der anderen Unternehmen berücksichtigen.

Von einem Partnerunternehmen spricht man, wenn das eigene Unternehmen einen Anteil von mindestens 25 % aber nicht mehr als 50 % des Kapitals oder der Stimmrechte an einem anderen Unternehmen hält oder ein anderes Unternehmen mindestens 25 % aber nicht mehr als 50 % am eigenen Unternehmen hält. Bei der Ermittlung des KMU-Status werden bei Partnerunternehmen die Mitarbeiterzahlen und Finanzangaben des anderen Unternehmens nur anteilsmäßig einbezogen.

Von verbundenen Unternehmen spricht man bei Unternehmen, die eine Unternehmensgruppe bilden durch unmittelbare oder mittelbare Kontrolle der Mehrheit des Kapitals bzw. der Stimmrechte an einem Unternehmen durch ein anderes Unternehmen oder aufgrund der Fähigkeit, einen beherrschenden Einfluss auf ein anderes Unternehmen auszuüben. In diesem Fall sind bei der Ermittlung des KMU-Status die Daten des verbundenen Unternehmens zu 100 % einzubeziehen.

Energieaudit Partner Grafik

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12. Muss ich bei der Ermittlung der Mitarbeiterzahlen und der finanziellen Schwellenwerte auch Beteiligungen im Ausland berücksichtigen?

Ja. Für die Einordnung als verbundenes oder Partnerunternehmen ist es unerheblich, ob die Verflechtungen zu anderen Unternehmen mit Sitz in Deutschland, innerhalb oder außerhalb der Europäischen Union bestehen. Bei multinationalen Konzernen sind somit auch die Gesellschaften in Drittländern außerhalb der EU zu berücksichtigen.

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13. Welcher Energieverbrauch ist im Rahmen der Durchführung eines Energieaudits zu berücksichtigen?

Der gesamte Energieverbrauch ist definiert als die Menge der eingesetzten Endenergie in dem maßgeblichen betrachteten Zeitraum im gesamten Unternehmen. Hierbei sind alle Energieträger zu berücksichtigen (Strom, Brennstoffe, (Fern/Nah-)Wärme, erneuerbare Energieträger, Kraftstoffe, etc.).

Es müssen alle Anlagen, Standorte, Prozesse, Einrichtungen und der Transport des Unternehmens erfasst werden. Auch Verkaufsräume, Verwaltungsräume, Lagerräume oder vergleichbare Räumlichkeiten sind bei der Ermittlung des Gesamtenergieverbrauchs zu berücksichtigen, wenn das Unternehmen in diesen Energieträger einsetzt bzw. verbraucht.

Das Energieaudit nach dem EDL-G muss sich nur auf den Energieverbrauch innerhalb Deutschlands und damit dem Geltungsbereich des EDL-G beziehen.

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14. Ab wann gilt ein Energieaudit als repräsentativ? Kann ich bestimmte geringfügige Energieverbräuche unberücksichtigt lassen?

Die Repräsentativität eines Energieaudits ist in jedem Fall dann gegeben, wenn mindestens 90 % des gesamten Energieverbrauchs vom Energieaudit erfasst wird. Um 90 % des Energieverbrauchs ermitteln zu können, muss selbstverständlich zunächst der gesamte Energieverbrauch (100 %) ermittelt werden.

Man kann somit in jedem Fall 10 % des gesamten Energieverbrauchs vom Energieaudit ausnehmen. Die Auswahl, ob Standorte, Anlagen, Prozesse oder Energieträger oder eine Kombination davon ausgenommen werden sollen, kann vom Unternehmen entschieden werden.

Anbei findet sich ein Beispiel zur Darstellung anhand einer GmbH mit verschiedenen Standorten:

Energieaudit GmbH Grafik

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15. Mein Unternehmen betreibt eine Energieerzeugungsanlage. Wie muss diese im Rahmen der Durchführung des Energieaudits betrachtet werden?

Bei dem Energieaudit von Kraftwerken (Energieerzeugungsanlagen) ist nur der tatsächliche Endenergieverbrauch des Kraftwerks zu untersuchen, welcher zur Eigenenergieversorgung genutzt wird. Dieser Eigenverbrauch bezieht sich auf alle Neben- und Hilfsaggregate (Prozessaufrechterhaltung), sowie beispielsweise auf den Storm/ Wärme für Verwaltungsgebäude und Lagerhallen, Werkstätten etc.. Die an Dritte weitergeleitete Energie bzw. ins Netz eingespeiste Energie kann aus der Energiebilanz herausgerechnet werden.

Bei Anlagen, welche Energie aus erneuerbaren Energien gewinnen, gilt dies gleichermaßen. Auch hierbei muss der Eigenverbrauch dieser Anlagen, soweit möglich und sinnvoll, im Energieaudit berücksichtigt werden.

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16. Auch Stromversorgungsunternehmen unterliegen der Pflicht zur Durchführung eines Energieaudits. Müssen Netzverluste berücksichtigt werden?

Verlustenergie im Stromnetz kann im Rahmen des Energieaudits unberücksichtigt bleiben, da diese über das Energiewirtschaftsgesetz und die Anreizregulierungsverordnung schon einer engen behördlichen Kontrolle unterliegen.

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17. Mein Unternehmen betreibt zahlreiche Anlagen im Contracting. Muss ich als Contractinggeber diese Anlagen in meinem Energieaudit berücksichtigen?

Nein. Anlagen, welche im Contracting betrieben werden, müssen aus Gründen der Verhältnismäßigkeit und Repräsentativität vom Contractinggeber nicht im Rahmen seines Energieaudits untersucht werden.

Diese Anlagen sind von denjenigen im Energieaudit implizit zu berücksichtigen, welche die erzeugte und gelieferte Energie dieser Anlagen effektiv nutzen (Contractingnehmer). Die Bilanzierung bei Contractingnehmern erfolgt auf der Basis des Endenergieverbrauchs in Form des bezogenen Stroms und der Wärme.

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18. Wer ist bei angemieteten bzw. vermieteten Gebäuden oder Räumen für die Durchführung des Energieaudits zuständig?

Das Unternehmen, welches die Gebäude oder Räumlichkeiten betrieblich nutzt und entsprechend Energie bezieht und verbraucht, unterliegt der Verpflichtung zur Durchführung des Energieaudits. Die Eigentumsverhältnisse sind danach unerheblich, maßgeblich ist der jeweilige Nutzer.

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19. Muss ich als Vermieter von Gebäuden auch meine vermieteten Gebäude in das Energieaudit einbeziehen?

Grundsätzlich gilt wie in der vorangehenden Frage erläutert, dass die Energieverbräuche eines Gebäudes im Energieaudit des Gebäudenutzers erfasst werden müssen. Dieser kann Eigentümer oder Mieter des Gebäudes sein. Als Vermieter sind Sie demnach nicht verpflichtet, für Ihre vermieteten Immobilien, in welchen Ihr Unternehmen nicht selbst Endenergie bezieht und verbraucht, ein Energieaudit durchzuführen.

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20. Für das Gebäude, in dem mein Unternehmen tätig ist, liegt ein bedarfsorientierter Energieausweis vor? Bin ich von der Energieauditpflicht freigestellt?

Das Vorliegen eines bedarfsorientieren Energieausweises befreit grundsätzlich nicht von der Energieauditpflicht.

Im Rahmen der Durchführung eines Energieaudits können die Anlagen und Einrichtungen der Heizungs-, Kühl-, Raumluft- und Beleuchtungstechnik sowie der Warmwasserversorgung aber unberücksichtigt bleiben, sofern der gültige, bedarfsbezogene Energieausweis nach § 18 EnEV diese Bereiche vollständig abdeckt und für diese Bereiche bereits Modernisierungsempfehlungen enthält. Hierbei reicht zudem der Aushang des Energieausweises nicht aus, sondern es muss der vollständige Energieausweis inkl. der entsprechenden Berechnungen vorliegen.

Sofern der bedarfsorientierte Energieausweis bereits mehr als 90 % des gesamten Energieverbrauchs des Unternehmens abdeckt, gilt dieser als repräsentativ für ein Energieaudit.

Folgende zwei Beispiele sollen verdeutlichen, wie bei dem Vorhandensein eines gültigen, bedarfsorientierten Energieausweises vorgegangen wird:

Der bedarfsorientierte Energieausweis deckt mehr als 90 % des Gesamtenergieverbrauchs des Unternehmens ab. Damit gilt der Energieausweis als repräsentativ für ein Energieaudit und es müssen keine zusätzlichen Bereiche untersucht werden.

Für den Fall, dass der bedarfsorientierte Energieausweis z.B. nur 60 % des gesamten Energieverbrauchs abdeckt und weitere 40 % des Energieverbrauchs z. B. durch Produktionsanlagen und den Fuhrpark verursacht werden, muss in diesem Fall zusätzlich zu dem vorhandenen Energieausweis ein Energieaudit für die nicht abgedeckten Bereiche durchgeführt werden.

Ein Muster eines solchen Energieausweises ist unter folgendem Link einzusehen:

http://www.enev-online.com/enev_2014_volltext/enev_2014_anlage_07_energieausweis_nichtwohngebaeude.pdf

Kurzbeschreibung bedarfsorientierter Energieausweis und wichtige Hinweise:

Der bedarfsorientierte Energieausweis setzt eine umfangreiche bautechnische und anlagentechnische Untersuchung voraus, die im dazugehörigen Gutachten detaillierte Werte liefert, verbunden mit konkreten Hinweisen zur energetischen Verbesserung der Bausubstanz. Modernisierungsempfehlungen bzw. Energieeinsparpotenziale sind somit notwendiger Bestandteil des bedarfsorientierten Energieausweises.

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21. Ist im Rahmen der Durchführung eines Energieaudits die Gebäudehülle zwangsläufig zu untersuchen?

Die bauphysikalische Erfassung und Untersuchung der Gebäudehülle ist kein verpflichtend vorgeschriebener Untersuchungsbestandteil eines Energieaudits nach der DIN EN 16247-1, denn bei der Ermittlung des Gesamtenergieverbrauchs kann der Gebäudehülle nicht eindeutig ein Verbrauch zugewiesen werden. Der Wärmeverbrauch wird vielmehr durch die energetischen und bauphysikalischen Eigenschaften der Gebäudehülle beeinflusst.

Sollten eindeutige Schwachstellen an der Gebäudehülle ersichtlich sein oder ein sehr hoher Wärmeenergieverbrauch auf Schwachstellen hinweisen, kann die Gebäudehülle als Untersuchungsgegenstand im Energieaudit festgelegt werden.

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22. Muss ich als verpflichtete Immobiliengesellschaft (Nicht-KMU), die eine Vielzahl an vermieteten Gebäuden besitzt, diese in meinem Energieaudit berücksichtigen?

Angesichts des genannten Grundsatzes, dass die Energieverbräuche von Gebäuden grundsätzlich im Energieaudit des Unternehmens zu berücksichtigen sind, welches das Gebäude betrieblich nutzt, sind auch Immobilienfonds nicht verpflichtet, für ihre vermieteten Immobilien Energieaudits durchzuführen. Die im Besitz des Fonds befindlichen Immobilien müssen dann einem Energieaudit unterzogen werden, wenn Sie durch den Fonds als Eigentümer und Nicht-KMUselbst genutzt werden (im Energieaudit des Immobilienfonds) oder an ein verpflichtetes Nicht-KMU vermietet sind (im Energieaudit des Mieters).

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23. Welche Vereinfachungsverfahren gibt es für Unternehmen mit einer Vielzahl an vergleichbaren Standorten?

Bei Unternehmen, die über eine Vielzahl an ähnlichen Standorten verfügen, wird das Energieaudit als verhältnismäßig und repräsentativ bewertet, wenn Energieaudits nur an einer repräsentativen Anzahl von Standorten durchgeführt werden. Zu diesem Zweck können sogenannte Multi-Site-Verfahren zur Anwendung kommen, bei denen Cluster von Standorten gebildet werden. Das Energieaudit ist dann als verhältnismäßig und repräsentativ anzusehen, wenn Energieaudits nach der DIN EN 16247-1 an einer Anzahl an Standorten des jeweiligen Clusters durchgeführt werden, die der Quadratwurzel der Gesamtzahl an Standorten des jeweiligen Clusters, gerundet auf die höhere ganze Zahl, entspricht.

Das Multi-Site-Verfahren kann zudem auf Partner- und/oder verbundene Unternehmen ausgeweitet werden, sofern diese die entsprechenden Anforderungen erfüllen.

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24. Wie kann in meinem Unternehmen als rechtlich selbstständiger Einheit das Multi-Site-Verfahren im Erstaudit Anwendung finden und was muss beachtet werden?

Bei der Anwendung des Multi-Site-Verfahrens ist grundsätzlich folgendes zu beachten und wie folgt vorzugehen:

  • Ermittlung des gesamten Energieverbrauchs des Unternehmen (100 % des Endenergieverbrauch)
  • Anwendung der 90 % – Regel (s. oben): 10 % des gesamten Energieverbrauchs eines Unternehmens können vom Energieaudit ausgenommen werden
  • Zusammenfassung möglicher vergleichbarer Standorte in Clustern und Anwendung der Quadratwurzelregelung zur Bestimmung der repräsentativen Anzahl an zu untersuchenden Standorten.

Energieaudit Muti Site Verfahren Grafik A

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25. Wie kann ich in meinem Konzern das Multi-Site-Verfahren im Erstaudit anwenden und dieses auch auf Partner- und/oder verbundene Unternehmen ausweiten? Was muss hier beachtet werden?

Bei der Ausweitung des Multi-Site-Verfahrens auf Partner- und/oder verbundene Unternehmen ist grundsätzlich folgendes zu beachten:

  • Ermittlung des gesamten Energieverbrauchs aller teilnehmenden Unternehmen (100 % des Endenergieverbrauchs)
  • Die 90 % - Regel ist hierbei nur auf jedes einzelne rechtlich selbstständige Unternehmen anwendbar, jedoch (im Erstaudit) nicht auf die Unternehmensgruppe
  • Zusammenfassung möglicher vergleichbarer Standorte in Clustern und Anwendung der Quadratwurzelregelung zur Bestimmung der repräsentativen Anzahl an zu untersuchenden Standorten.

Energieaudit Muti Site Verfahren Grafik B

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26. Was ist unter einem Standort zu verstehen?

Standorte sind Areale mit Gebäuden bzw. zusammenhängenden Gebäudeteilen, die dauerhaft genutzt werden. Innerhalb einer Stadt kann es also durchaus mehrere Standorte eines Unternehmens geben.

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27. Muss ich Standorte meines Unternehmens im EU-Ausland oder in sonstigen Drittländern bei der Durchführung des Energieaudits berücksichtigen?

Nein. Bei der Durchführung des Energieaudits nach dem deutschen Energiedienstleistungsgesetz sind nur die Standorte in Deutschland zu berücksichtigen. Gleichwohl können die im EU-Ausland befindlichen Standorte einer dort geltenden Energieauditpflicht unterliegen.

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28. Mein Unternehmen zieht Ende des Jahres 2015 um. Muss ich für den alten Standort ein vollständiges Energieaudit durchführen?

Aus Gründen der Verhältnismäßigkeit sollte sich das Energieaudit an Standorten, welche Ende diesen Jahres bzw.Anfang nächsten Jahres aufgegeben oder abgerissen werden, auf die Bereiche konzentrieren, welche mit in den neuen Standort umgezogen werden und dem Unternehmen erhalten bleiben.

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29. Wie wird die Durchführung des Energieaudits überprüft?

Nach dem Stichtag des 05.12.2015 wird das BAFA stichprobenweise an die Unternehmen herantreten und den Nachweis der Durchführung anfordern.

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30. Muss ich dem BAFA bis zum 5. Dezember 2015 einen Nachweis über mein durchgeführtes Energieaudit zusenden?

Nein. Unternehmen müssen dem BAFA nicht proaktiv die Durchführung des Energieaudits anzeigen, sondern sie werden vom BAFA im Rahmen der Stichprobenkontrolle angeschrieben.

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31. Welche Nachweise muss ich dem BAFA im Falle einer Stichprobenkontrolle vorlegen?

Das Verfahren der Nachweisführung ist in § 8c EDL-Ggeregelt. Wird ein Unternehmen im Rahmen der Stichprobenkontrolle zur Nachweisführung aufgefordert, erfolgt der Nachweis über die Durchführung des Energieaudits über eine Bestätigung derjenigen Person, die das Energieaudit durchgeführt hat. Hierzu wird das BAFA in Kürze ein Formular zur vereinfachten Nachweisführung bereitstellen.

Darüber hinaus kann das BAFA im Rahmen der Stichprobenkontrolle den angefertigten Energieauditbericht anfordern.

Weitere Informationen, wie z. B. bzgl. der Nachweise bei Freistellungen, können dem Merkblatt für Energieaudits, Punkt 5, entnommen werden.

Merkblatt für Energieaudits des BAFA

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32. Wann können Bußgelder verhängt werden und in welcher Höhe?

Es kann ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Unternehmen verhängt werden, wenn das Energieaudit:

  • nicht,
  • nicht richtig,
  • nicht vollständig,
  • nicht rechtzeitig

durchgeführt wurde, oder wenn ein Unternehmen wahrheitswidrig behauptet, ein KMU zu sein. 

Das BAFA hat bei der Verhängung von Bußgeldern pflichtgemäßes Ermessen. Das BAFA wird somit bei der Entscheidung über ein Bußgeld prüfen, ob es dem Unternehmen auch vor dem Hintergrund der verspäteten Umsetzung der EU-Vorgaben durch die Bundesregierung in zumutbarer Weise möglich war, das Energieaudit fristgerecht umzusetzen. Bei dauerhafter Nicht-Erfüllung der Pflicht können mehrere Bußgeldbescheide erlassen werden.

Weitergehende Informationen finden Sie auf der Website der BAFA.

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