Glossar

 

Abfallart

Es gibt verschiedenen Abfallarten, die auf unterschiedliche Art entsorgt werden müssen oder wiederverwertbar sind. Die Gewerbeabfallverordnung verlangt eine getrennte Erfassung verwertbarer Abfälle wie Papier, Glas, Kunststoffen und Metallen. Damit leisten Unternehmen nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz, sondern können gleichzeitig auch die eigenen Kosten senken. 

So lassen sich durch eine konsequente Getrennthaltung verwertbarer Abfälle und eine intelligente Kreislaufführung, die in den meisten Handwerks- und Industriebetrieben ohne übermäßigen Aufwand möglich ist, sowohl das Abfallaufkommen als auch der Ersatzbedarf benötigter Einsatzstoffe nachhaltig reduzieren. Das ist gut für die Umwelt und spart zusätzlich Kosten.

Nach Greenhouse Gas Protocol wird zwischen folgenden Arten unterschieden:

  • Bauabfall: Dazu zählt beispielsweise Fensterglas, Steine, Ziegel, Erde oder Keramik, jedoch nicht asbesthaltiger oder teerhaltiger Bauabfall. Auf Entsorgungshöfen werden die Bauabfälle sortiert und recycelt.
  • Batterien: Zu Batterien gehören Trockenbatterien und Akkus bis 5 kg. Zum Sammeln bei haushaltsüblichen Mengen eignen sich sogenannte Batterie-Sammelstellen, die an allen Verkaufs-/Sammelstellen in Boxen/Behälter geleert werden können. Glühbirnen und Verpackungsmaterial der Geräte gehört nicht zum Elekromüll.
  • Biomüll: Zum Bioabfall gehören Grünabfälle wie Gras, Heckenverschnitt, Blumen, Obst- und Gemüsereste. Zur Entsorgung wird empfohlen, sie selbst zu kompostieren oder zur Kompostieranlage zu bringen. In jedem Fall sollte der Biomüll getrennt von anderem Müll gesammelt werden, da es sich um einen wertvollen Rohstoff handelt, der beispielsweise zu hochwertigen Humus verarbeitet wird.
  • Elektro- und Elektronikgeräte: Elektrische und elektronische Geräte samt Zubehör und Verbrauchsmaterial aus allen Bereichen gehören in den Elektromüll.
  • Restmüll / Hausmüllähnliche Gewerbeabfälle: Hausmüllähnliche Gewerbeabfälle sind Abfälle, die in Gewerbebetrieben, Geschäften, Dienstleistungsbetrieben, öffentlichen Einrichtungen und der Industrie anfallen, soweit sie nach Art und Menge gemeinsam mit oder wie Hausmüll entsorgt werden. Dabei handelt es sich meist um Verpackungen, Büroabfall, Kantinenabfall. Bei Verwertung müssen die Wertstoffe aussortiert werden und die gewonnenen Fraktionen recycelt werden. Bei der Beseitigung müssen die Abfälle zur Deponie oder Verbrennung gebracht werden.
  • Industrieabfälle: Industrieabfälle bezeichnen produktionsbedingte Abfälle, die aus Industriebetrieben stammen und sich nicht mehr in den Produktionsprozess zurückführen lassen. Einige Unternehmen verwerten ihre Industrieabfälle in betriebseigenen Abfallbehandlungsanlagen. Die Entsorgung der Industrieabfälle wird von der privaten Entsorgungswirtschaft vorgenommen.

Abwassereinleitung insgesamt

Darunter versteht man die Summe aller Abwässer, die im Laufe des Berichtszeitraums in Gewässer unter der Erdoberfläche, in Oberflächengewässer oder in Abwasserkanäle, die in Flüssen, Meeren, Seen, Feuchtgebieten, Kläranlagen und im Grundwasser enden, eingeleitet werden und zwar entweder:

  • durch einen vorher festgelegten Einleitungspunkt (punktförmige Einleitung)
  • über die Fläche verteilt oder undefiniert (nicht punktförmige Einleitung) oder
  • als Abwasser, das von der berichtenden Organisation per LKW abtransportiert wird. Die Einleitung von gesammeltem Regenwasser und Haushaltsabwässer wird in diesem Zusammenhang nicht als Wassereinleitung betrachtet.

Abwesenheitsrate

Bezieht sich auf die Tage tatsächlicher Abwesenheit, in denen der Arbeitnehmer ausfällt, ausgedrückt als Prozentsatz der insgesamt für die Belegschaft im selben Zeitraum geplanten Arbeitstage.

Angaben zum Berichtsprofil

Die nummerierten Informationsanforderungen in Teil 2 des Leitfadens, die ein Grundverständnis für die Berichterstattung und die Leistung der Organisation ermöglichen (z. B. 2.1, 3.13).

Anspruchsgruppen (Stakeholder)

Anspruchsgruppen (oder der international etablierte Begriff „Stakeholder“) umfasst gesellschaftliche Interessengruppen und unternehmerische Anspruchsgruppen. Er wurde entwickelt als Gegenpol zum Begriff Shareholder, den Aktionären. Anspruchsgruppen werden allgemein als die Gruppen und Einzelpersonen definiert: (a) von denen angenommen wird, dass sie in beträchtlichem Maße von Aktivitäten, Produkten und/oder Dienstleistungen der Organisation betroffen sind oder (b) bei denen davon ausgegangen werden kann, dass ihre Handlungen die Möglichkeiten einer Organisation, ihre Strategien erfolgreich umzusetzen und Zielvorgaben zu erreichen, erheblich beeinflussen. Beispiele für Anspruchsgruppen sind: Mitarbeiter, Zulieferer, Kunden, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), wissenschaftliche Einrichtungen, Regierungen, Investoren, Gewerkschaften, Verbände, interessierte Bürger, Nachhaltigkeitsratingagenturen und viele weitere.

Arbeitsvertrag

Dieser Begriff steht für einen Arbeitsvertrag, wie er nach nationalem Recht oder nationaler Praxis anerkannt ist. Dieser kann schriftlich oder mündlich geschlossen werden oder durch ein faktisches Arbeitsverhältnis, bei dem alle Merkmale einer Beschäftigung vorliegen, ohne dass ein schriftlicher Vertrag geschlossen wurde oder der Abschluss eines mündlichen Vertrags bezeugt wurde. Es wird zwischen einem unbefristeten Vertrag / Festanstellung und einem befristetem Vertrag / bzw. Zeitarbeitsvertrag unterschieden.

Ausfalltagequote

Die Auswirkung von Berufsunfällen und ­krankheiten, die in der Zeit deutlich wird, welche die betroffenen Arbeiter nicht zur Arbeit erscheinen. Die Quote wird ausgedrückt, indem man die Ausfalltage insgesamt mit der Anzahl der Stunden, welche die Belegschaft im Berichtszeitraum insgesamt hätte arbeiten sollen, vergleicht.

Aus- und Weiterbildung

Bezieht sich auf

  • alle Arten von praktischer und theoretischer Berufsausbildung
  • bezahlten Bildungsurlaub, den die berichtende Organisation seinen Arbeitnehmern gewährt
  • externe Aus- oder Weiterbildungsangebote, die der Mitarbeiter wahrnimmt und deren Kosten von der berichtenden Organisation voll oder teilweise übernommen werden und
  • Schulungen zu bestimmten Themen, wie z. B. Arbeitsschutz.

Die Betreuung vor Ort durch Aufsichtspersonen zählt nicht zur Aus- und Weiterbildung.

Bedeutende finanzielle Zuwendungen

Bedeutende direkte oder indirekte finanzielle Vorteile, bei denen es sich nicht um ein Geschäft mit Gütern oder Dienstleistungen handelt, sondern bei denen es sich um Anreize für Maßnahmen oder die Erstattung von Kosten für einen Vermögensgegenstand oder sonstigen Ausgaben handelt. Derjenige, der die finanzielle Förderung anbietet, erwartet für die angebotene Förderung keinen direkten finanziellen Vorteil.

Bedeutung für die Organisation

Bei der Bestimmung wesentlicher Themen sollten Faktoren berücksichtigt werden, die für die Organisation relevant sind. Hierzu zählen:

  • Zentrale Organisationswerte, Richtlinien, Strategien, operative Managementsysteme, Ziele und Zielvorgaben.
  • Die Interessen/Erwartungen von Stakeholdern, die einen besonderen Anteil am Erfolg der Organisation haben (z. B. Mitarbeiter, Aktionäre und Zulieferer).
  • Erhebliche Risiken für die Organisation.
  • Maßgebliche Erfolgsfaktoren der Organisation.
  • Die Kernkompetenzen der Organisation sowie die Art und Weise, wie es zur nachhaltigen Entwicklung beitragen kann bzw. beitragen könnte.
  • Solide abschätzbare Nachhaltigkeitswirkungen, -risiken oder -chancen (z. B. der Klimawandel, Hunger und Armut), die im Rahmen verlässlicher Untersuchungen durch Fachleute bzw. Fachgremien mit der notwendigen Erfahrung und den entsprechenden Referenzen auf diesem Gebiet ermittelt worden sind.

Bedeutung für Stakeholder

Bei der Festlegung wesentlicher Themen sollten Faktoren berücksichtigt werden, die für Stakeholder relevant sind. Hierzu zählen:

  • Die wichtigsten von Stakeholdern angesprochenen Anliegen, Themen und Indikatoren im Bereich Nachhaltigkeit (z. B. gefährdete Gruppen in lokalen Gemeinschaften, Bürgertum)
  • Die wichtigsten Themen und Herausforderungen der Branche, die von Pionieren und Wettbewerbern berichtet werden.
  • Einschlägige Gesetze und Bestimmungen, internationale oder freiwillige Vereinbarungen mit strategischer Bedeutung für die Organisation und ihre Stakeholder.

Befristeter oder Zeitarbeitsvertrag

Ein befristeter Vertrag ist ein Arbeitsvertrag, wie oben definiert, der mit Ablauf einer bestimmten Frist endet oder wenn eine bestimmte Aufgabe, für deren Erfüllung eine bestimmte Zeit geschätzt wurde, erfüllt wurde. Ein Zeitarbeitsvertrag ist zeitlich befristet und endet mit Eintritt eines bestimmten Ereignisses, einschließlich dem Ablauf eines Projekts oder einer Arbeitsphase, der Rückkehr von vertretenem Personal usw.

Berichtsgrenze

Die Berichtsgrenze beinhaltet den Berichtszeitraum, die organisatorischen Grenzen und die operativen Grenzen des Berichts. 

Berichtsinhalt

Um eine ausgewogene und angemessene Darstellung der Leistung der Organisation zu gewährleisten, muss genau bestimmt werden, welchen Inhalt der Bericht abdecken soll. Die Festlegung des Inhalts sollte sowohl die Zielsetzungen und Erfahrungen der Organisation als auch die begründeten Erwartungen und Interessen der Stakeholder berücksichtigen. Beide Seiten sind wichtige Bezugsgruppen, wenn es darum geht, was im Bericht enthalten sein soll.

Berufskrankheit

Eine Krankheit, die aus der Arbeitssituation oder der beruflichen Tätigkeit entsteht (z. B. durch Stress oder durch regelmäßigen Kontakt mit gesundheitsschädigenden Chemikalien) oder welche die Folge einer arbeitsbedingten Verletzung ist.

Beschwerdemechanismus

Ein Mechanismus, der bestimmte Vorgehensweisen, Funktionen und Regeln zur Meldung und Lösung und Beschwerden beinhaltet. Der Mechanismus sollte rechtmäßig, leicht zugänglich, gerecht, transparent und klar sein und auf Dialog und Schlichtung beruhen.

Beschäftigungsarten

Es wird zwischen Vollzeit- und Teilzeitarbeitnehmer unterschieden. Ob ein Mitarbeiter als Vollzeitarbeitnehmer oder Teilzeitarbeitnehmer betrachtet wird, richtet sich nach nationalem Recht und Arbeitszeitpraktiken.

Betriebskosten

Zahlungen an Zulieferer, nichtstrategische Investitionen, Lizenzgebühren und Bestechungsgelder. Gehälter und betriebliche Leistungen Geldabgänge für Mitarbeiter insgesamt (laufende Zahlungen, keine zukünftigen Verpflichtungen).

Biochemischer Sauerstoffbedarf (BSB)

Der Biochemische Sauerstoffbedarf (BSB, auch Biologischer Sauerstoffbedarf, engl. Biological Oxygen Demand, BOD) gibt die Menge an Sauerstoff an, die zum biotischen Abbau im Wasser vorhandener organischer Stoffe unter bestimmten Bedingungen und innerhalb einer bestimmten Zeit benötigt wird. Insbesondere dient der Biologische Sauerstoffbedarf als Schmutzstoffparameter zur Beurteilung der Verschmutzung von Abwasser. Als Kennzahl wird meist der BSB5 angegeben. Dieser gibt die Menge an Sauerstoff in mg/l an, welche Bakterien und andere Kleinstlebewesen in einer Wasserprobe im Zeitraum von 5 Tagen bei einer Temperatur von 20 °C verbrauchen, um die Wasserinhaltsstoffe aerob abzubauen. BSB ist somit ein indirektes Maß für die Summe aller biologisch abbaubaren organischen Stoffe im Wasser. Der BSB gibt an, wie viel gelöster Sauerstoff in einer bestimmten Zeit für den biologischen Abbau der organischen Abwasserinhaltsstoffe benötigt wird. Dieser Abwasserparameter zählt in den USA zu den Standardabwasserparametern gemäß U.S. Clean Water Act.

CO (Kohlenmonoxid)

Kohlenmonoxid (CO) entsteht hauptsächlich bei der unvollständigen Verbrennung von Brenn- und Treibstoffen. Hauptquellen sind der Kleinverbrauch, der Verkehr und die Industrie. Als Luftschadstoff ist CO vor allem aufgrund der humantoxischen Wirkung (Beeinträchtigung der Sauerstoffaufnahmekapazität des Hämoglobins) von Bedeutung. CO spielt aber auch bei der photochemischen Bildung von bodennahem Ozon im globalen und kontinentalen Maßstab eine bedeutende Rolle.

CO2-Äquivalent

CO2 (Kohlendioxid)-Äquivalent ist die Maßeinheit, die verwendet wird, um die Emissionen verschiedener Treibhausgase auf der Grundlage ihrer Klimawirksamkeit (GWP = Global Warming Potential) zu vergleichen. Das CO2-Äquivalent für ein Gas wird abgeleitet, indem man die Tonnen des Gases mit dem damit verbundenen GWP multipliziert. Die wichtigsten Treibhausgase neben Kohlendioxid (CO2) sind Methan (CH4), Lachgas/Distickstoffmonoxid (N2O), Fluorkohlenwasserstoffe (HFC), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC) und Schwefelhexafluorid (SF6).

Corporate Governance

Unter Corporate Governance versteht man die „gute und transparente“ Führung eines Unternehmens. Der Begriff bezeichnet sowohl den rechtlichen als auch den faktischen Ordnungsrahmen für das Managment und die Kontorlle und Überwachung eines Unternehmens. Regelungen zur Corporate Governance haben das Ziel, die Spielräume und Motivationen der verschiedenen Anspruchsgruppen für opportunistisches Verhalten zu begrenzen, die durch unvollständige Verträge und unterschiedliche Interessenlagen prinzipiell entstehen können. So sind Kennzeichen guter Corporate Governance die funktionsfähige Unternehmensleitung, die Wahrung der Interessen aller Anspruchsgruppen, die zielgerichtete Zusammenarbeit der Unternehmensleitung und –überwachung, eine transparente Kommunikation, ein angemessener Umgang mit Risiken und die strategische Ausrichtung auf eine nachhaltige Wertschöpfung.

Corporate Governance setzt sich aus obligatorischen und freiwilligen Maßnahmen zusammen. Das Zusammenspiel anerkannter Standards, Empfehlungen und eigener Leitlinien des Unternehmens soll ein verantwortliches, transparentes und auf langfristigen Erfolg ausgerichtetes Management garantieren und dem Unternehmen und all seinen Anspruchsgruppen (Stakeholdern) dienen.

Corporate Social Responsibility (CSR)

Unter „Corporate Social Responsibility“ (CSR) wird eine Vielzahl unterschiedlicher Aspekte zusammengefasst, wie z. B. die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten, Marketingaktivitäten zur Darstellung des eigenen Engagements oder die Durchführung von sozialen Projekten wie die finanzielle Unterstützung eines Kindergartens. Insbesondere jedoch steht im Fokus die Frage nach dem wie der Gewinnerwirtschaftung der betreffenden Organisation. So definiert die ISO CSR folgendermaßen: „(CSR ist) die Verantwortung einer Organisation für die Auswirkungen ihrer Entscheidungen und Aktivitäten auf die Gesellschaft und die Umwelt durch transparentes und ethisches Verhalten, das zur nachhaltigen Entwicklung, Gesundheit und Gemeinwohl eingeschlossen, beiträgt, die Erwartungen der Anspruchsgruppen berücksichtigt, anwendbares Recht einhält und im Einklang mit internationalen Verhaltensstandards steht sowie in der gesamten Organisation integriert als auch gelebt wird.“

Die Bereiche, in denen ein Unternehmen unter CSR-Gesichtspunkten aktiv ist, sind dabei abhängig vom jeweiligen Unternehmen, von der Branche, Größe und des geographischen Handlungsbereichs, so dass Unternehmen unterschiedliche Schwerpunkte in ihrem gesellschaftlichen Engagement setzen können und sollten. Es gibt nicht eine Lösung im Bereich CSR, die für alle Unternehmen und Organisationen gilt, sondern diese brauchen Flexibilität und Handlungsspielräume. Das gemeinsame Ziel ist jedoch die Akzeptanz der Verantwortung von Unternehmen für die nachhaltige Entwicklung und das Leisten von einem wichtigen Beitrag zum schonenden Umgang mit Ressourcen und zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung.

Direkte Emissionen

Emissionen aus Quellen, die im Besitz der berichtenden Organisation sind oder von dieser kontrolliert werden. Direkte Emissionen im Zusammenhang mit einer Verbrennung würden z.B. entstehen, wenn die berichtende Organisation innerhalb ihrer Berichtsgrenzen Energie aus Brennstoffen erzeugt.

Direkte Energie

Energieformen, die in die Berichtsgrenzen der Organisation eingebracht werden. Die Energie kann entweder innerhalb der Berichtsgrenzen der Organisation umgewandelt oder zu einem anderen Verbraucher exportiert werden. Direkte Energie ist entweder Primärenergie (wie z. B. Erdgas zum Heizen) oder Sekundärenergie (wie z. B. Elektrizität für die Beleuchtung). Sie kann gekauft, gefördert (z. B. Kohle, Erdgas, Öl), geerntet (z. B. Energie aus Biomasse), gesammelt (z. B. Sonne und Wind) oder auf andere Weise in die Berichtsgrenzen der Organisation eingebracht werden.

Direktes Material

Von direktem Material spricht man bei Material, das im Endprodukt verarbeitet wurde.

Diskriminierung

Im Sinne des Übereinkommens 111 (Übereinkommen über die Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf von 1958) der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gilt jede Unterscheidung, Ausschließung oder Bevorzugung, die auf Grund der Rasse, der Hautfarbe, des Geschlechts, des Glaubensbekenntnisses, der politischen Meinung, der nationalen Abstammung oder der sozialen Herkunft vorgenommen wird und die dazu führt, die Gleichheit der Gelegenheiten oder der Behandlung in Beschäftigung oder Beruf aufzuheben oder zu beeinträchtigen als Diskriminierung.

Diskriminierungsvorfälle können vor dem Antritt, während oder bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses auftreten. In einem Unternehmen können in folgenden Bereichen beispielsweise Fälle von Diskriminierung auftreten:

  • Anwerbung neuer Arbeitskräfte
  • Entlohnung der Arbeitskräfte
  • Anwartschaften
  • Überstunden
  • Bezahlter Urlaub
  • Mutterschutz
  • Sicherheit des Beschäftigungsverhältnisses
  • Aufgabenverteilung

Diskriminierung muss nicht immer offensichtlich sein. Oftmals sind Arbeitgeber und -nehmer erstaunt, welche Fälle sie aufdecken, wenn sie beginnen darauf zu achten.

Eigenkapital

Das Eigenkapital eines Unternehmens gibt die Differenz zwischen dem Wert des Vermögens und der Schulden an. Es ist somit eine reine Saldogröße, die anzeigt, mit welchen Mitteln der Eigentümer die Unternehmung auf Dauer ausstattet.

Einbehaltener monetärer Wert

Ergibt sich aus der Differenz zwischen dem erzeugten und dem ausgeschütteten wirtschaftlichen Wert.

Einnahmen

Nettoumsätze zuzüglich Einnahmen aus Finanzinvestitionen und dem Verkauf von Vermögenswerten. Diese Komponente des Indikators zeigt den direkt erzeugten monetären Wert an.

Einsatz von Recyclingmaterial

Hierbei handelt es sich um Material, das anstelle von unbenutzten Ressourcen (Neumaterial) verwendet wird, erhalten oder bezogen aus internen oder externen Quellen. Es handelt sich nicht um Nebenprodukte oder andere Substanzen, die aus den Produktionsvorgängen der berichtenden Organisation stammen.

Elternzeit

Bewilligt für männliche und weibliche Arbeitnehmer aufgrund der Geburt eines Kindes.

Entsorgungsmethode/Entsorgungsverfahren

Bei der Verwertung oder Beseitigung von Abfällen kommen unterschiedliche Verfahren zur Anwendung, die sich nach der Beschaffenheit des Abfalls und dem gewählten Behandlungsziel richten. Die Beeinträchtigung der Umwelt möglichst gering zu halten und gleichzeitig den größtmöglichen Nutzen aus den Abfällen zu ziehen, sind Kernziele einer fortschrittlichen Abfallbewirtschaftung.

Entsorgungsmethoden bzw. –verfahren sind:

  • Recycling: Recycling bezeichnet jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfälle zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden bzw. deren Ausgangsmaterialen zu Sekundärrohstoffen werden. Es schließt die Aufbereitung organischer Materialien ein, aber nicht die energetische Verwertung und die Aufbereitung zu Materialien, die für die Verwendung als Brennstoff oder zur Verfüllung bestimmt sind.
  • Energetische Verwertung: Bei der energetischen Verwertung werden Abfälle mit hohem Heizwert als Ersatz für herkömmliche Energieträger zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt. Sie ersetzen fossile Energieträger und tragen dadurch zur Ressourcenschonung bei.
  • Kompostierung: Unter Kompostierung versteht man den biologischen Prozess des Nährstoffkreislaufs, bei dem leicht verwertbares organisches Material unter Einfluss von Sauerstoff und von Bakterien und Pilzen abgebaut wird. Dabei werden neben Kohlendioxid auch wasserlösliche Mineralstoffe freigesetzt wie beispielsweise Nitrate, Ammoniumsalze, Phosphate, Kalium- und Magnesiumverbindungen, die wie Dünger wirken.
  • Deponie: Eine Deponie (auch Abfallentsorgungsanlage) dient der langfristigen oberirdischen Lagerung von Abfällen, welche dort in den meisten Fällen auch endgelagert werden. Eine Deponie hat in Abgrenzung zu einer „Müllkippe“ eine bauliche und technische Anlage, mit der erreicht werden soll, dass die Ablagerung von Abfällen die Umwelt möglichst wenig schädigt. 

Entwicklungsprogramme für das lokale Gemeinwesen

Plan, der detaillierte Handlungen zur Minimierung, Linderung und Kompensierung von nachteiligen sozialen und ökonomischen Auswirkungen festlegt sowie Maßnahmen zur Identifikation von Chancen und Handlungspotenzialen zur Ausweitung positiver Auswirkungen des Projekts auf die Gemeinschaft festlegt.

Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien werden aus natürlichen Vorgängen gewonnen. Die Ressourcen werden durch die Natur permanent wieder regeneriert. Dazu gehören Elektrizität und Wärme, die aus Sonnenlicht und Wind, Gezeitenwechsel, Wasserkraft, Biomasse, Erdwärme, Biokraftstoffen und Wasserstoff von erneuerbaren Quellen gewonnen werden.

Die zusätzliche Nutzung erneuerbarer Energien kann erhebliche Auswirkungen auf die CO2-Bilanz eines Unternehmens haben und diese maßgeblich verbessern. So bringt beispielsweise eine Heizungsunterstützung durch Solarenergie in der Regel bis zu 20 Prozent Energieersparnis.

Erneuerbare Rohstoffe

Dabei handelt es sich um Rohstoffe, die innerhalb kurzer Zeit durch ökologische Kreisläufe wieder aufgefüllt werden können (im Gegensatz zu Rohstoffen, wie Mineralstoffe, Metalle, Öl, Gas, Kohle, die sich nicht in kurzen Zeiträumen erneuern).

Ernste Krankheiten

Berufskrankheiten oder Gesundheitsbeeinträchtigungen, die nicht arbeitsbedingt sind und die ernste Folgen für Arbeitnehmer, ihre Familien und Gemeinden haben, wie z. B. Diabetes oder RSI-Syndrom.

FCKW-11-Äquivalent

FCKW-11 ist eine Maßeinheit, die verwendet wird, um das Ozonabbaupotential verschiedener Stoffe zu vergleichen. Die Bezugsgröße 1 entspricht dem Potenzial von FCKW-11 und FCKW-12, den Abbau der Ozonschicht zu verursachen.

Feinstaub

Feinstäube (Englisch „Particulate Matter" (PM)“ in unserer Atemluft sind diejenigen Luftverunreinigungen, die die größte Auswirkung auf unsere Gesundheit haben. Feinstaub (PM10) bezeichnet die Masse aller im Gesamtstaub enthaltenen Partikel, deren aerodynamischer Durchmesser kleiner als 10 µm ist. Eine Teilmenge von PM10 ist der Feinstaub PM2,5, der die Partikel kleiner als 2,5 qm enthält. Feinstaub wird vor allem durch menschliches Handeln erzeugt: Er entsteht durch Emissionen von Motorfahrzeugen, aus Energieversorgungs- und Industrieanlagen, bei der Metall- und Stahlerzeugung oder auch beim Umschlagen von Schüttgütern, kann aber auch natürlichen Ursprungs sein (beispielsweise als Folge von Bodenerosion). In Ballungsgebieten ist der Straßenverkehr die dominierende Staubquelle.

Folgenabschätzung

Eine Folgenabschätzung ist ein Verfahren, das die Entwicklung von Maßnahmen strukturieren und unterstützen soll. Sie beinhaltet:

  • Erfassung und Bewertung der Problematik und der Zielvorgaben
  • Ermittlung der wichtigsten Optionen zur Erreichung der Ziele und Analyse der voraussichtlichen Folgen für die Bereiche Wirtschaft, Umwelt und Soziales
  • Übersicht der Vor- und Nachteile jeder Option sowie Untersuchung möglicher Synergien und Kompromisse.

Freisetzung

Versehentliches Freisetzen eines gefährlichen Materials, durch das die menschliche Gesundheit, der Boden, die Vegetation, Gewässer und das Grundwasser beeinträchtigt werden können.

Fremdkapital

Das Fremdkapital, welches wirtschaftlich verursacht oder durch ein Rechtsgeschäft entstanden sein kann, steht dem Unternehmen im Gegensatz zu Eigenkapital befristet zur Verfügung. Fremdkapital wird auf der Passivseite der Bilanz als Schulden des Unternehmens ausgewiesen. Es dient zur Finanzierung des Unternehmens. Zu ihm gehören z. B. Darlehen, Obligationen, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten.

Gebiete mit einem hohen Biodiversitätswert

Gebiete, die nicht rechtlich geschützt sind, deren wichtige Eigenschaften in Bezug auf die biologische Vielfalt aber von zahlreichen staatlichen Stellen und Nichtregierungsorganisationen anerkannt sind. Dies beinhaltet natürliche Lebensräume, die vorrangig zu schützen sind (häufig werden diese in nationalen Biodiversitätsstrategien und Aktionsplänen definiert, die im Rahmen der UN-Konvention über die biologische Vielfalt erstellt werden). Darüber hinaus haben verschiedene internationale Naturschutzverbände besondere Gebiete mit einem hohen Biodiversitätswert ausgewiesen.

Gefährlicher Abfall

Gefährliche Abfälle (früher auch als Sonderabfälle oder Sondermüll bezeichnet) bringen ein erhöhtes Umweltgefährdungspotenzial mit sich. Gefährliche Abfalle sind im „Europäischen Abfallverzeichnis“ bzw. den länderspezifischen Verordnungen der EU-Mitgliedsstaaten mit einem Stern gekennzeichnet. In Deutschland sind z. B. die Abfälle in der „Verordnung über das Europäische Abfallverzeichnis“ maßgebend, siehe hier.

Geförderte Dienstleistungen

Bereitstellung eines Mehrwerts für die Allgemeinheit durch die direkte Zahlung von Betriebskosten oder durch die Abordnung von Mitarbeitern der Organisation als Personal für die Einrichtung. Mehrwert für die Allgemeinheit kann auch öffentliche Dienstleistungen beinhalten.

Gesamtkapital

Das Gesamtkapital ist die Summe des Eigenkapitals (z. B. Bankguthaben, Kassenbestand, Immobilien, Aktien) und des Fremdkapitals (z. B. Verbindlichkeiten, Rückstellungen) eines Unternehmens. Grundsätzlich lässt sich sagen, je höher der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital ist, umso krisenresistenter ist das Unternehmen positioniert.

Gesamtmaterial

Das Gesamtmaterial insgesamt ist die Summe aller Rohstoffe, Hilfs- und Betriebsstoffe, halbfertigen Erzeugnisse und des Verpackungsmaterials, das von externen Zulieferen eingekauft wurden oder aus internen Quellen (Auffangen von Reststoffen, Extraktion) stammt.

Gesamtmenge suspendierter Feststoffe (TSS)

Suspendierter Feststoffe sind Inhaltsstoffe, die von Wasser nicht aufgelöst werden können. Darunter fallen zum Beispiel feinster Sand, Ton und eventuell organische Materialien. Die suspendierten Feststoffe im Wasser werden als Milligramm oder Gramm absetzbare Stoffe je Liter gemessen. Die Gesamtmenge dieser Stoffe bildet die Gesamtmenge suspendierter Feststoffe (engl. Total Suspended Solids, TSS). Dieser Abwasserparameter zählt in den USA zu den Standardabwasserparametern gemäß U.S. Clean Water Act.

Gesamtwasserentnahme

Dieser Begriff steht für das gesamte Wasser, das in die Berichtsgrenzen der berichtenden Organisation aus allen möglichen Quellen für jede Art von Nutzung während des Berichtszeitraums entnommen wurde, einschließlich Oberflächenwasser, Grundwasser, Regenwasser und kommunaler Wasserversorgung.

Geschäftstätigkeit

Eine Geschäftstätigkeit = Ein einziger Standort einer Organisation, der genutzt wird für administrative Zwecke (z. B. Büro) oder für die Produktion, Lagerung und / oder den Vertrieb ihrer Waren und Dienstleistungen. In einer Geschäftstätigkeit können mehrere Produktlinien, Lagerhallen oder andere Aktivitäten enthalten sein.

Geschäftstätigkeiten mit signifikanten potenziellen oder tatsächlichen negativen Auswirkungen auf lokale Gemeinden/Gemeinschaften

Dies bezieht sich in erster Linie auf Betriebsstätten, die für sich oder in Bezug auf eine lokale Gemeinde, im Vergleich zum Durchschnitt ein potenziell oder tatsächlich höheres Risiko für negative Auswirkungen auf das soziale, ökonomische oder ökologische Wohlergehen einer lokalen Gemeinschaft haben (z.B. Gesundheit und Sicherheit).

Global Reporting Initiative (GRI)

Die Global Reporting Initiative (GRI) unterstützt Nachhaltigkeitsberichterstattung aller Organisationen. Die GRI hat einen umfassenden Rahmen für Nachhaltigkeitsberichterstattung erarbeitet, der weltweit Anwendung findet. Dieses Berichtsrahmen, einschließlich des Berichterstattungsleitfadens, legt die Prinzipien und Indikatoren dar, welche Organisationen nutzen können, um ihre ökonomische, ökologische und soziale Leistung zu messen. Je nach Anzahl der berichteten Indikatoren ergeben sich verschiedene GRI-Anwendungebenen (A, B, C), die den Grad der Transparenz des vorliegenden Berichts angeben.

Die GRI bemüht sich um eine kontinuierliche Verbesserung und eine zunehmenden Anwendung des Leitfadens, welcher der Öffentlichkeit zur freien Verfügung steht. Bei der Weiterentwicklung wird dementsprechend immer auch die Öffentlichkeit in die Diskussion der Vorschläge eingebunden. Die aktuellste Version der Richtlinien ist die G3.1, die jedoch in diesem Jahr voraussichtlich durch die G4 abgelöst wird.

Global Warming Potential

CO2 (Kohlendioxid)-Äquivalent ist die Maßeinheit, die verwendet wird, um die Emissionen verschiedener Treibhausgase auf der Grundlage ihrer Klimawirksamkeit (GWP = Global Warming Potential) zu vergleichen. Das CO2-Äquivalent für ein Gas wird abgeleitet, indem man die Tonnen des Gases mit dem damit verbundenen GWP multipliziert. Die wichtigsten Treibhausgase neben Kohlendioxid (CO2) sind Methan (CH4), Lachgas/Distickstoffmonoxid (N2O), Fluorkohlenwasserstoffe (HFC), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC) und Schwefelhexafluorid (SF6).

Greenhouse Gas Protocol

Das Greenhouse Gas (GHG) Protocol (Treibhausgas-Protokoll), ist ein weltweit anerkanntes und genutztes Instrument zur Quantifizierung und zum Management von Treibhausgas-Emissionen. Entwickelt wurden die verschiedenen unter dem GHG Protocol zusammengefassten Standards im Rahmen einer 1998 geschlossenen Kooperation zwischen dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) und dem World Resources Institute (WRI). Das GHG Protocol macht Vorgaben für organisationsweite Berechnungen von Treibhausgasemissionen, sowie für die Durchführung von Projekten zur Emissions-Reduzierung. Die Emissionen sind dabei nach den Scopes 1, 2 und 3 aufgeteilt, die jeweils verschiedene Arten von Trebhausgas-Emissionen umfassen. Die Vorgaben des GHG Protocol richten sich an Regierungen, Unternehmen und andere Organisationen. Unternehmen benutzen das GHG Protocol vermehrt für das Management von Treibhausgasemissionen im Zuge ihrer Corporate Social Responsibility (CSR)-Strategie.

Scope 1

Treibhausgasemissionen, die direkt im Unternehmen anfallen, z.B. THG-Emissionen aus der Verbrennung stationärer Quellen (z. B. Heizkessel) oder mobiler Quellen (z. B. unternehmenseigener Fuhrpark), Treibhausgasemissionen aus der Produktion oder aus chemischen Prozessen sowie flüchtige Treibhausgasemissionen.

Scope 2

Alle indirekten Treibhausgasemissionen, die für die Energiebereitstellung des Unternehmens entstehen. Alle Treibhausgasemissionen, die bei der Bereitstellung von Strom, Erdgas oder Fernwärme durch das Energieversorgungsunternehmen entstehen.

Scope 3

Alle übrigen Treibhausgasemissionen, die mit der Unternehmenstätigkeit in Zusammenhang stehen. Treibhausgasemissionen outgesourcter Unternehmensbereiche, Treibhausgasemissionen der Abfallentsorgung und des Recyclings, Treibhausgasemissionen von Geschäftsreisen oder Pendlerverkehr etc. Ausführliche Informationen finden Sie auch im Leitfaden des GHG Protocols zu Scope 3 Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard.

GRI Content Index

Der GRI Content Index ist eine Tabelle oder eine Matrix, die alle Standardangaben mit deren Fundstellen auflistet (Seite oder URL). Berichtende Organisationen können auch Fundstellen für organisationsspezifische Indikatoren, die nicht im GRI-Leitfaden enthalten sind, in den Index aufnehmen. Der Content Index bietet Nutzern einen schnellen Überblick über den Berichtsinhalt und erleichtert die Verwendung des Berichts. Ein Content Index ist besonders relevant, wenn einige der Angaben in anderen Berichten, wie in einer Bilanz oder alten Nachhaltigkeitsberichten enthalten sind.

Grundgehalt

Ein fester Grundbetrag, der einem Mitarbeiter für seine Arbeitsleistung gezahlt wird. Darin sind keine zusätzlichen Vergütungen oder Prämien enthalten.

Halbfertige Erzeugnisse

Halbfertige Erzeugnisse oder Teile, einschließlich aller Arten von Material und Komponenten mit Ausnahme von Rohstoffen, die in dem Endprodukt verarbeitet wurden.

HAP (gefährliche Luftschadstoffe)

Die Bezeichnung HAP (HAP = hazardous air pollutants) wird vor allem in den USA verwendet und umfasst Schadstoffe oder Verunreinigungen, die sich schwerwiegend auf Gesundheit und Umwelt auswirken oder auswirken können. Die United States Environmental Protection Agency (US EPA) hat verschiedene HAP ermittelt und gelistet, welche Sie hier finden.

Hilfs- und Betriebsstoffe

Hilfs- und Betriebsstoffe ist Material das für den Produktionsprozess benötigt wird, aber nicht im endgültigen Produkt enthalten ist, wie z.B. Schmierstoffe für die Produktionsmaschinen.

Höchstes Leitungsorgan

Das höchste Leitungsorgan im Unternehmen kann je nach Rechtsform z. B. der Geschäftsführer, Vorstand oder andere Gremien sein.

Infrastruktur

Einrichtungen (z. B. Wasserversorgung, Straßen, Schule oder Krankenhaus), die in erster Linie gebaut wurden, um eine öffentliche Dienstleistung zu erbringen oder der Gemeinschaft ein Gut zur Verfügung zu stellen (Daseinsvorsorge) und nicht, um einen kommerziellen Zweck zu verfolgen, von dem sich die Organisation einen direkten wirtschaftlichen Vorteil erhofft.

Indikatoraspekte

Spezifische Informationen, die sich auf eine bestimmte Indikatorkategorie beziehen (z. B. Energieverbrauch, Kinderarbeit, Kunden).

Indikatoren für Vielfalt

Zu den Indikatoren, für die die Organisation Daten sammelt, können z. B. gehören: Staatsangehörigkeit, Abstammung, Glaubensrichtung und Behinderung.

Indikatorkategorien

Größere Themenfelder der Nachhaltigkeit. Die im GRI-Leitfaden enthaltenen Kategorien, sind: Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft/Soziales. Die Gruppe der gesellschaftlichen/sozialen Indikatoren unterteilt sich in die Kategorien Arbeitspraktiken, Menschenrechte, Gesellschaft und Produktverantwortung. Eine Kategorie kann mehrere Indikatoraspekte haben.

Indirekte Emissionen

Emissionen, die aus Aktivitäten der berichtenden Organisation resultieren, aber die aus Quellen erzeugt werden, die zum Eigentum einer anderen Organisation gehören oder von einer anderen Organisation kontrolliert werden. Im Zusammenhang mit diesem Indikator bezieht sich der Begriff der indirekten Emissionen auf Treibhausgasemissionen, die durch die Erzeugung von Elektrizität, Wärme oder Dampf verursacht wurden, die zum Eigenverbrauch in die Berichtsgrenzen der berichtenden Organisation geliefert wurden.

Indirekte Energie

Die außerhalb der Berichtsgrenzen der berichtenden Organisation erzeugte Energie, die genutzt wird, um Energie für den Bedarf der Organisation an Sekundärenergie zu produzieren (z. B. Strom oder Wärme). So wird z. B. Erdgas in einem Kraftwerk außerhalb der Grenzen der Organisation verbraucht um Strom zu erzeugen, der von der Organisation genutzt wird.

Input-Output-Bilanz

Die Input-Output-Bilanz ist Teil der Umweltbilanz und stellt den Input des Unternehmens (wie z. B. Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe, Energie, Wasser etc.) dem Output (wie z. B. Produkte oder Leistungen, stoffliche Emissionen in Form von Abfall, Treibhausgasen, Abwasser etc.) während des Berichtszeitraums gegenüber. Dadurch erhält das Unternehmen einen Überblick über die Stoffströme, kann diese kontrollieren und sich Ziele setzen.

ISO 26000

Die ISO will mit ihrem Leitfaden „ISO 26000 – Gesellschaftliche Verantwortung“ überall vergleichbare, eindeutige und global gültige Rahmenbedingungen und Leitlinien vorgeben, die Organisationen eine Hilfestellung für die Handhabung des Themas gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen geben. Der Leitfaden beruht auf Freiwilligkeit und orientiert sich an den Grundsätze und Standards der Vereinten Nationen, der OECD oder der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Die ISO 26000 beinhaltet fünf Bereiche:

  1. Kapitel 1 – 3: Grundlegende Themen wie wesentliche Definitionen und Erläuterungen zum Begriff Social Responsibility und der Bedeutung für Unternehmen sowie dem Geltungsbereich der Norm
  2. Kapitel 4: Darstellung grundlegender Prinzipien gesellschaftlicher Verantwortung  (Transparenz, Beachtung der Interessen der Stakeholder, die Beachtung internationaler Menschenrechte etc.)
  3. Kapitel 5: Die Auseinandersetzung mit seiner gesellschaftlichen Verantwortung, insbesondere hinsichtlich der Festlegung des horizontalen und vertikalen Einflussbereichs, z. B. entlang der Wertschöpfungskette, aber auch der Identifizierung und Einbindung potenzieller Anspruchsgruppen
  4. Kapitel 6: Definition der sieben Kernthemen gesellschaftlicher Verantwortung anhand einzelner Handlungsfelder. Die sieben Kernthemen sind laut ISO 26000 Definition: (1) Verantwortungsvolle Unternehmensführung, (2) Wahrung der Menschenrechte, (3) gerechte Arbeitsbedingungen, (4) Schutz der Umwelt, (5) faire Handlungsweisen und Umgangsformen, (6) Schutz des Verbrauchers, (7) Einbindung und Entwicklung des regionalen Umfeldes.
  5. Kapitel 7: Hinweise zur Priorisierung der Kernthemen, welche Aspekte bei der Umsetzung gesellschaftlicher Verantwortung beachtet werden sollten und wie das Thema kommuniziert werden sollte

Jugendlicher Arbeiter

Ein jugendlicher Arbeiter ist eine Person, die älter ist als das Mindestalter für die Zulassung zu einer Beschäftigung und jünger als 18 Jahre.

Kernindikatoren

Kernindikatoren sind die Indikatoren, für die der GRI-Leitfaden ermittelt hat, dass sie für die meisten Stakeholder von Interesse sind und die für wesentlich gehalten werden, sofern dies auf der Grundlage der GRI-Prinzipien zur Berichterstattung nicht anders gesehen wird.

Kind

Der Begriff gilt für alle Personen, die jünger sind als 15 Jahre oder noch nicht das Alter erreicht haben, bis zu dem man schulpflichtig ist (je nachdem, was zeitlich später eintritt). Davon ausgenommen sind Länder, in denen die Wirtschaft und Bildungseinrichtungen unzureichend entwickelt sind. Dort kann als Mindestalter 14 Jahre gelten. Diese Ausnahmeländer werden von der ILOC auf einen besonderen Antrag des betroffenen Landes und in Abstimmung mit Arbeitnehmer­ und Arbeitgebervertretungen bestimmt.

Anmerkung: Das ILOC-Übereinkommen 138 bezieht sich so-wohl auf Kinderarbeit als auch auf jugendliche Arbeiter. Siehe nachfolgende Definition des Begriffs „jugendlicher Arbeiter”.

Kollektivvereinbarungen

Es gibt zwei Arten von Kollektivvereinbarungen, die sich entweder an die Arbeitgeber oder die Arbeitnehmer richten. Die Vereinbarungen, die sich an die Arbeitgeber richten, sind schriftliche Vereinbarungen über die Arbeits-­ und Anstellungsbedingungen, die zwischen einem Arbeitgeber, einer Gruppe von Arbeitgebern oder einer oder mehreren Arbeitgebervertretungen und den Arbeitnehmern abgeschlossen werden. Die Kollektivvereinbarungen, die auf die Arbeitnehmer abzielen, sind Vereinbarungen zwischen einer oder mehreren Arbeitnehmervertretungen, oder den ordnungsgemäß gewählten und bevollmächtigten Vertretern der Arbeitnehmer, falls es keine Arbeitnehmerorganisationen gibt, und den Arbeitgebern.

Korruption

Korruption liegt vor, wenn „eine Person, die ihr verliehenen Befugnisse missbraucht, um einen persönlichen Vorteil zu erlangen“ und kann von natürlichen Personen im öffentlichen oder privatwirtschaftlichen Bereich begangen werden. Der Begriff wird hier so ausgelegt, dass er auch korrupte Praktiken wie Bestechung, Betrug, Erpressung, rechtswidriges Zusammenwirken (Kollusion), Interessenkonflikte und Geldwäsche umfasst. In diesem Zusammenhang beinhaltet der Begriff auch das Anbieten oder die Annahme eines Geschenks, eines Darlehens, einer Gebühr oder einer Belohnung oder eines anderen Vorteils als Anreiz dafür, etwas zu tun, das im Zusammenhang mit der Führung der Geschäfte des Unternehmens unlauter oder illegal ist oder einen Vertrauensbruch darstellt. Dies kann auch Geschenke einschließen, die keine Geldgeschenke sind, sowie kostenlose Waren oder Reisen oder besondere persönliche Dienste, die zur Verfügung gestellt werden, um einen ordnungswidrigen Vorteil zu erlangen oder die die Gewährung eines solchen Vorteils verursachen oder dazu führen, dass moralischer Druck ausgeübt wird, einen solchen Vorteil zu erhalten.

Krankheitsbedingte Fehlzeiten (Ausfalltag)

Die Zeit, in der nicht gearbeitet werden konnte (und die daher „ausfällt”), weil ein Arbeiter oder mehrere Arbeiter aufgrund eines Berufsunfalls oder einer Berufskrankheit nicht in der Lage waren, ihrer gewöhnlichen Tätigkeit nachzugehen. Kehrt ein Mitarbeiter mit eingeschränkter Stundenzahl oder für eine abweichende Tätigkeit zurück, zählen diese Tage nicht als Ausfalltage.

Kundenstruktur

Die Kundenstruktur ist die Zusammensetzung der Kunden einer Organisation nach verschiedenen Merkmalen wie z. B. eine Unterscheidung nach Endverbraucher und Zwischenhändler.

Leistungsindikatoren

Qualitative oder quantitative Informationen über Ergebnisse der Organisation, die vergleichbar sind und sich im Laufe der Zeit verändern.

Leitende Organe

Die Gremien oder Vorstände, die für die strategische Ausrichtung der Organisation, die effiziente Aufsicht über die Geschäftsführung und die Haftung des Managements gegenüber der Organisation und seinen Stakeholdern verantwortlich zeichnen.

Lifecycle Assessment (LCA)

Ein Life Cycle Assessment (LCA), auch bekannt als Ökobilanz, ist eine systematische Analyse der Umweltwirkungen von Produkten während des gesamten Lebensweges („from cradle to grave“ = „von der Wiege bis zur Bahre“) oder bis zu einem bestimmten Zeitpunkt der Verarbeitung („from cradle to factory gate“ = „von der Wiege bis zum Fabriktor“).

Zur Analyse gehören sämtliche Umweltwirkungen während der Produktion, der Nutzungsphase und der Entsorgung des Produktes, sowie die damit verbundenen vor- und nachgeschalteten Prozesse (z. B. Herstellung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Zu den Umweltwirkungen zählt man sämtliche umweltrelevanten Entnahmen aus der Umwelt (z. B. Erze, Rohöl) sowie die Emissionen in die Umwelt (z. B. Abfälle, CO2-Emissionen). Eine vollständiges LCA nach der Norm ISO 14040 umfasst die folgenden Elemente: Definition von Ziel und Untersuchungsrahmen, Sachbilanz, Wirkungsabschätzung und Auswertung.

Limnisch

Tiere, Pflanzen und andere Organismen in Binnengewässern (limnisch) – im Gegensatz zu solchen auf dem Land (terrestrisch) oder im Ozean (marin).

Lobbyarbeit

Bezieht sich auf Bemühungen, diejenigen Personen, die ein politisches Amt bekleiden oder dafür kandidieren, zu überzeugen oder zu beeinflussen, sich für bestimmte politische Ansichten einzusetzen bzw. auf die Entwicklung der Gesetzgebung oder auf politische Entscheidungen Einfluss zu nehmen. Unter diesem Indikator kann sich der Begriff Lobbyarbeit sowohl auf das Lobbying bei Regierungen aller Ebenen als auch bei internationalen Institutionen beziehen.

Lokales Gemeinwesen

Personen oder Personengruppen, die in Gebieten leben oder arbeiten, die von Organisationsstandorten der Organisation ökonomisch, gesellschaftlich oder ökologisch beeinflusst werden (im positiven oder negativen Sinne). Das lokale Gemeinwesen kann sich auf Personen, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Standorten leben, bis hin zu isolierten Ansiedlungen erstrecken, die entfernt von den Standorten selbst, nur deren Auswirkungen zu spüren bekommen.

Lokales Personal

Lokales Personal bezieht sich auf Personen, die am Ort geboren wurden, wo sich die Betriebsstätte befindet, oder dort uneingeschränktes Wohnrecht haben (z. B. eingebürgerte Mitbürger oder Inhaber einer unbeschränkten Aufenthaltsgenehmigung). Berichtende Organisationen können wählen, wie sie den Begriff „Lokales Personal” definieren, da in einigen Fällen auch Personal, das aus derselben Region und – im Fall kleinerer Länder – sogar demselben Land kommt, vertretbarerweise als lokales Personal angesehen werden kann. Die Definition sollte jedoch klar offengelegt werden.

Marin

Tiere, Pflanzen und andere Organismen im Ozean (marin) – im Gegensatz zu solchen auf dem Land (terrestrisch) oder in Binnengewässern (limnisch).

Menschenrechte

Als Menschenrechte werden subjektive Rechte bezeichnet, die jedem Menschen gleichermaßen zustehen. Das Konzept der Menschenrechte geht davon aus, dass alle Menschen allein aufgrund ihres Menschseins mit gleichen Rechten ausgestattet und dass diese egalitär begründeten Rechte universell, unveräußerlich und unteilbar sind.

Zu den Menschenrechten gehören beispielsweise das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, Meinungsfreiheit, Persönlichkeitsrechte, Versammlungsfreiheit, Recht auf Arbeit und angemessene Entlohnung, Recht auf Gründung von Gewerkschaften, Recht auf einen angemessenen Lebensstandard, einschließlich angemessener Nahrung.

Neben den internationalen Menschenrechtskonventionen wie beispielsweise der Genfer Flüchtlingskonvention oder der Konvention zur Beseitigung jeglicher Diskriminierung gegen die Frau (CEDAW) gibt es auch regionale Menschenrechtsabkommen, die für den jeweiligen Kontinent gelten. In Europa ist dies die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK).

Menschenrechtsklauseln

Bestimmte Formulierungen in einer schriftlichen Vereinbarung, die als Bedingung für eine Investition Mindestanforderungen an den Schutz von Menschenrechten festlegen.

Menschenrechtsscreening

Ein förmliches oder dokumentiertes Verfahren, das als einen Faktor für die Entscheidung, ob mit einer Geschäftsbeziehung fortgefahren werden soll, eine bestimmte Auswahl von Kriterien in Bezug auf den Schutz von Menschenrechten anwendet.

Mitarbeiterfluktuation

Anzahl der Arbeitnehmer, welche die Organisation im Berichtszeitraum freiwillig verlassen oder denen gekündigt wurde, die in Rente gehen oder versterben.

Mitarbeiterkategorie

Herunterbrechen der Mitarbeiter auf die Führungsebene (z. B. Vorstand bzw. Geschäftsführung, erste Führungsebene, weitere Führungsebenen, ohne Führungsaufgaben) und Funktion (z. B. Technik, Verwaltung, Produktion, Verkauf).

Montreal-Protokoll

Das Montrealer Protokoll über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen, ist ein multilaterales Umweltabkommen und damit ein völkerrechtlich verbindlicher Vertrag des Umweltrechts. Es wurde am 16. September 1987 von den Vertragsparteien des Wiener Übereinkommens zum Schutz der Ozonschicht angenommen und ist eine Konkretisierung dieses Abkommens. Es trat am 1. Januar 1989 in Kraft. Die Staaten bekennen sich im Montrealer Protokoll zu ihrer Verpflichtung, „geeignete Maßnahmen zu treffen, um die menschliche Gesundheit und die Umwelt vor schädlichen Auswirkungen zu schützen, die durch menschliche Tätigkeiten, welche die Ozonschicht verändern, wahrscheinlich verändern, verursacht werden oder wahrscheinlich verursacht werden“.

Nachhaltigkeitsbericht

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung umfasst die Erhebung, Offenlegung und Rechenschaftslegung zur Leistung einer Organisation hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsziele. Ein Nachhaltigkeitsbericht bietet eine ausgewogene und angemessene Darstellung der Nachhaltigkeitsleistung der berichtenden Organisation und enthält sowohl positive als auch negative Beiträge. Meist orientieren sich Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen an internationalen Standards. Der bekannteste und am häufigsten angewandte Standard sind die Richtlinien der Global Reporting Initiative.

Nachhaltigkeitsberichte haben verschiedene positive Effekte für das veröffentlichende Unternehmen. Kostenvorteile durch Energieeffizienz.

Nettoumsatz/-erlöse

Der Nettoumsatz/-erlöse sind die Umsätze abzüglich Umsatzsteuer, Erlösschmälerungen (z. B. Rabatte, Skonti, Boni), Nachlässen aufgrund von Mängelrügen und ähnlichen Umsatzminderungen bzw. Gutschriften und Erlöskorrekturen (z. B. Korrektur von Berechnungsfehlern)

Neuzugänge bei Mitarbeitern

Mitarbeiter, die im Berichtszeitraum der Organisation zum ersten Mal beigetreten sind.

NH3 (Ammoniak)

Ammoniak (NH3) und sein Umwandlungsprodukt Ammonium (NH4) zählen heute zu den wichtigsten Luftschadstoffen, die Ökosysteme belasten. Ammoniak (NH3) entsteht ganz überwiegend durch Tierhaltung und in geringerem Maße durch die Düngemittelverwendung in der Landwirtschaft. Versauerung und Nährstoffanreicherung in Böden und Gewässern sind Folgen, die kaum oder nur sehr langfristig wieder ausgeglichen werden können. Das Ausmaß dieser Belastung ist enorm: So waren 1990 in Deutschland fast 80 % der natürlichen oder naturnahen Ökosysteme übersäuert und sogar 99 % mit Nährstoffen überversorgt. Daher werden seit einigen Jahren verstärkt Maßnahmen zur Begrenzung der Ammoniakemissionen getroffen, zumal diese – anders als bei SO2 – in den letzten Jahren kaum verringert werden konnten.

Nicht erneuerbares Material

Von nicht erneuerbarem Material spricht man im Fall von Ressourcen, die sich nicht in kurzen Zeiträumen erneuern, wie z. B. Mineralstoffe, Metalle, Öl, Gas, Kohle usw.

NMVOC (flüchtige organische Verbindungen ohne Methan)

Flüchtige organische Verbindungen ohne Methan (NMVOC = non methane volatile organic compounds) werden größtenteils durch die Verdunstung von Lösemitteln (in Farben, Lacken und Klebstoffen) und Treibstoffen sowie durch unvollständige Verbrennungsvorgänge freigesetzt. Einen nicht unbeträchtlichen Beitrag liefern auch biogene Quellen, vor allem der Wald.

NOx (Stickoxide)

Stickstoffoxide – in der chemischen Formelsprache NOx – ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene gasförmige Verbindungen, die aus den Atomen Stickstoff (N) und Sauerstoff (O) aufgebaut sind. Vereinfacht werden nur die beiden wichtigsten Verbindungen NO (Stickstoffmonoxid) und NO2 (Stickstoffdioxid) dazu gezählt. Stickstoffoxide gehören zu den „Massenschadstoffen“ in der Luft: Mehr als eine Million Tonnen werden pro Jahr davon allein in Deutschland freigesetzt.

Ozonabbauende Stoffe (ODS)

Jeder Stoff mit einem Ozonabbaupotential (ODP = Ozone Depleting Potential) größer als 0, kann die Ozonschicht in der Stratosphäre abbauen. Die meisten ozonabbauenden Stoffe werden unter dem Montreal-Protokoll und seinen Ergänzungen kontrolliert. Dazu gehören FCKWs, HCFCs, Halon und Methylbromid.

Politische Meinungsbildung

Organisierte und koordinierte Aktivitäten, um die Politik der Regierung zu beeinflussen.

POP (persistente organische Schadstoffe)

Als persistente organische Schadstoffe (POP = persistent organic pollutants) werden organische Chemikalien bezeichnet, die nur sehr langsam abgebaut werden, also sehr stabil sind und in der Umwelt Jahrzehnte bis Jahrhunderte oder gar Jahrtausende verbleiben können. Dazu gehören zahlreiche vom Menschen synthetisierte Chemikalien, aber auch manche Substanzen die in der Natur z.B. bei Waldbränden gebildet werden. Solche Stoffe werden als persistent bezeichnet bzw. persistente organische Schadstoffe genannt. Der Eintrag von persistenten organischen Schadstoffen in die Umwelt ist ein irreversibler Vorgang, da diese Substanzen nicht mehr aus der Umwelt zurückgeholt werden können. Auch können viele dieser POP aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften über weite Strecken auf atmosphärischem Wege transportiert werden, entweder als Gase oder gebunden an feine und feinste Staubpartikel. Viele POP besitzen zudem die schlechte Eigenschaft sich in Lebewesen und Pflanzen stark anzureichern.

Primärenergieträger

Die ursprüngliche Energieform, die verbraucht wird, um den Energiebedarf der Organisation zu decken. Beispiele für Primärenergie sind nicht erneuerbare Energieträger, wie Kohle, Erdgas, oder Öl . Dazu gehören auch erneuerbare Energiequellen, wie Biomasse, Sonnen- und Windenergie, Erdwärme und Wasserkraft. Primärenergie kann vor Ort verbraucht werden (z. B. Erdgas zur Beheizung der Gebäude der berichtenden Organisation) oder außerhalb der Berichtsgrenzen der Organisation (z. B. Erdgas, das von Kraftwerken verbraucht wird, um Strom für die Einrichtungen der berichtenden Organisation liefern).

Prinzipien der Berichterstattung

Grundsätze, die beschreiben, worauf es bei den Ergebnissen des Berichts ankommt, und die die Organisation im Prozess der Berichtserstellung hinzuziehen kann, um beispielsweise die Indikatoren festzulegen und Hinweise zu ihrer Beschreibung zu erhalten.

Pro-Bono-Arbeit

Pro-Bono-Arbeit wird in der Wirtschaft häufig im Zusammenhang mit der Freistellung von Mitarbeitern durch den Arbeitgeber erwähnt, um gemeinnützige Aktivitäten zu ermöglichen.

Produktkategeorie

Eine Produktkategorie ist eine Gruppe verwandter Produkte, die bestimmte Eigenschaften gemeinsam haben, die bestimmte Bedürfnisse eines bestimmten Markts befriedigen.

Produkt- und Dienstleistungsinformationen / -kennzeichnung

Die Begriffe Informationen und Kennzeichnung werden als Synonyme verwendet und beschreiben die Hinweise und Angaben, die mit dem Produkt oder der Dienstleistung ausgeliefert werden und die besonderen Eigenschaften des Produkts oder der Dienstleistung beschreiben.

Prüfung von Menschrechtsaspekten

Förmliche und dokumentierte Überprüfung , das eine Reihe von Menschenrechtskriterien abfragt.

Risikokontrolle

Praktiken, die versuchen, die Gefährdung einer Erkrankung einzugrenzen und die Übertragung von Krankheiten zu beschränken.

Rohstoffe

Rohstoffe sind natürliche Ressourcen, die verwendet werden, um diese in Produkte oder Dienstleistungen zu transformieren, wie z. B. Erze, Mineralstoffe, Holz usw.

Sauberes Wasser

Sauberes Wasser bezieht sich auf Wasser, das die nationalen Vorschriften für Trinkwasserqualität erfüllt, wenn es die Berichtsgrenzen der Organisation verlässt. Dies kann entweder Trinkwasser sein, dessen Qualität durch die Verwendung durch die Organisation nicht beeinträchtigt wurde oder Abwasser, das so aufbereitet wurde, dass es Trinkwasserstandards erfüllt.

Schutzgebiet

Ein geographisch umrissener Bereich, der dazu bestimmt ist bzw. reguliert oder gemanagt wird, um bestimmte Umweltschutzziele zu erreichen.

Scope 1

Treibhausgasemissionen, die direkt im Unternehmen anfallen, z.B. THG-Emissionen aus der Verbrennung stationärer Quellen (z. B. Heizkessel) oder mobiler Quellen (z. B. unternehmenseigener Fuhrpark), Treibhausgasemissionen aus der Produktion oder aus chemischen Prozessen sowie flüchtige Treibhausgasemissionen.

Scope 2

Alle indirekten Treibhausgasemissionen, die für die Energiebereitstellung des Unternehmens entstehen. Alle Treibhausgasemissionen, die bei der Bereitstellung von Strom, Erdgas oder Fernwärme durch das Energieversorgungsunternehmen entstehen.

Scope 3

Alle übrigen Treibhausgasemissionen, die mit der Unternehmenstätigkeit in Zusammenhang stehen. Treibhausgasemissionen outgesourcter Unternehmensbereiche, Treibhausgasemissionen der Abfallentsorgung und des Recyclings, Treibhausgasemissionen von Geschäftsreisen oder Pendlerverkehr etc. Ausführliche Informationen finden Sie auch im Leitfaden des GHG Protocols zu Scope 3 Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard.

Sekundärenergie

Energieformen, die produziert werden, indem Primärenergie in andere Energieformen umgewandelt wird. Für die meisten Organisationen dürfte Elektrizität die einzige wesentliche Form der Sekundärenergie sein. Für einen kleinen Anteil der Organisationen können auch andere Sekundärenergieprodukte wichtig sein, wie z. B. Dampf oder Wasser, die aus einer Fernwärmeanlage bzw. Wasserkühlanlage stammen oder veredelte Brennstoffe, wie z. B. synthetische Kraftstoffe, Biokraftstoffe usw.

SOx (Schwefeloxide)

Schwefeldioxid (SO2) ist das bedeutendste Gas der Schwefeloxide (SOx) und entsteht hauptsächlich bei der Verbrennung von Kohle und Heizöl (schwer). Zu den Hauptemissionsquellen zählen Feuerungsanlagen im Bereich der Energiewirtschaft, der Industrie und des Kleinverbrauchs. In hohen Konzentrationen schädigt Schwefeldioxid Mensch, Tiere und Pflanzen. Die Oxidationsprodukte führen zu „Saurem Regen“, der empfindliche Ökosysteme wie Wald und Seen (Skandinavien) gefährdet und Gebäude und Materialien angreift. Partikelförmige Sulfate tragen zur großräumigen Belastung durch Feinstaub bei.

Sollarbeitszeit

Die Sollarbeitszeit errechnet sich aus den arbeits- oder tarifvertraglich festgelegten Wochenarbeitszeit. Fehlzeit (Abwesenheit) Ein Arbeitnehmer ist bei der Arbeit abwesend, weil es ihm nicht möglich ist zu erscheinen. Dies ist nicht auf die Fälle beschränkt, die durch arbeitsbedingte Verletzungen oder Krankheiten verursacht wurden. Genehmigte Abwesenheit, wie z. B. Urlaub, Studium, Mutterschaftsurlaub/Elternzeit oder Urlaub im Todesfall, sind davon ausgenommen.

Stakeholder

Der international etablierte Begriff „Stakeholder“ (= Anspruchsgruppen) umfasst gesellschaftliche Interessengruppen und unternehmerische Anspruchsgruppen. Er wurde entwickelt als Gegenpol zum Begriff „Shareholder“, den Aktionären. Stakeholder werden allgemein als die Gruppen und Einzelpersonen definiert: (a) von denen angenommen wird, dass sie in beträchtlichem Maße von Aktivitäten, Produkten und/oder Dienstleistungen der Organisation betroffen sind oder (b) bei denen davon ausgegangen werden kann, dass ihre Handlungen die Möglichkeiten einer Organisation, ihre Strategien erfolgreich umzusetzen und Zielvorgaben zu erreichen, erheblich beeinflussen. Beispiele für Stakeholder sind: Mitarbeiter, Zulieferer, Kunden, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), wissenschaftliche Einrichtungen, Regierungen, Investoren, Gewerkschaften, Verbände, interessierte Bürger, Nachhaltigkeitsratingagenturen und viele weitere.

Standardabwasserparameter

Zu den Standardabwasserparametern zählen eine große Zahl von Parametern, die gemessen werden können. Die Auswahl der Parameter hängt von den gesetzlichen Regelungen in den jeweiligen Ländern ab. Unter anderem können folgende Parameter gemessen werden: Ammoniak, Aluminium, AOX (adsorbierbare organisch gebundene Halogene), Arsen, Barium, Blei, Cadmium, Chrom, Cobalt, CSB (chemischer Sauerstoffbedarf), Cyanid (leicht freisetzbar), Eisen, Chlor, Farbe, Fischgiftigkeit (Fischeitest), Fluorid, Kohlenwasserstoffe, Kationen, Kupfer, Leitfähigkeit, Nickel, Nitrit, pH-Wert, Phosphor, Quecksilber, Silber, Stickstoff, Sulfat, Sulfid, TOC (organisch gebundener Kohlenstoff), TNb (gesamter gebundener Stickstoff), Zink, Zinn.

Teilzeit

Ein Teilzeitarbeitnehmer ist ein Arbeitnehmer, dessen Arbeitsstunden pro Woche, Monat oder Jahr nicht den Umfang erreichen, der für eine Vollzeitstelle, wie oben definiert, erforderlich wäre.

Terrestrisch

Tiere, Pflanzen und andere Organismen auf dem Land (terrestrisch) – im Gegensatz zu solchen in Binnengewässern (limnisch) oder im Ozean (marin).

Todesfall

Der Tod eines Arbeiters im Berichtszeitraum als Folge einer Berufsverletzung oder ­krankheit, die er erlitten oder sich zugezogen hat, während er bei der Organisation beschäftigt war.

Umweltgesetze und -verordnungen

Bezieht sich auf Bestimmungen zu allen umweltrelevanten Themen (d.h. Emissionen, Abwasser und Abfall sowie Materialeinsatz, Energie, Wasser und Biodiversität), die auf die berichtende Organisation anwendbar sind. Dies schließt bindende freiwillige Vereinbarungen mit Behörden ein, die anstelle der Umsetzung einer neuen Verordnung entwickelt wurden. Freiwillige Vereinbarungen können anwendbar sein, falls die berichtende Organisation der Vereinbarung direkt beitritt oder falls öffentliche Stellen die Vereinbarung kraft Rechtsvorschrift auf Organisationen in ihrem Gebiet für anwendbar erklären.

Unbefristeter Vertrag bzw. Festanstellung

Ein unbefristeter Arbeitsvertrag ist ein Vertrag mit einem Arbeitnehmer über eine Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung auf unbestimmte Zeit. Dieser Begriff steht für einen Arbeitsvertrag, wie er nach nationalem Recht oder nationaler Praxis anerkannt ist. Dieser kann schriftlich oder mündlich geschlossen werden oder durch ein faktisches Arbeitsverhältnis, bei dem alle Merkmale einer Beschäftigung vorliegen, ohne dass ein schriftlicher Vertrag geschlossen wurde oder der Abschluss eines mündlichen Vertrags bezeugt wurde.

Unfall / Verletzung

Jede Verletzung, auch solche, die zum Tod geführt hat, die durch die Arbeit oder im Zuge der Arbeit aufgetreten ist.

Unfall- /Verletzungsrate

Die Häufigkeit von Verletzungen im Verhältnis zu der Zeit, welche die Gesamtbelegschaft während des Berichtszeitraums insgesamt gearbeitet hat.

UN Global Compact

Der Global Compact der Vereinten Nationen ist eine internationale Initiative für Unternehmen. Die Mitglieder und Partner verpflichten sich dazu, ihre Geschäftstätigkeiten und Strategien an zehn festgelegte und universell anerkannte Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung zu orientieren. So soll die Wirtschaft aufgrund ihrer enormen Verantwortung und Macht dazu beitragen, dass sich in Zeiten zunehmender Globalisierung, die Märkte und Handelsbeziehungen auf die Weise entwickeln, dass sie allen Wirtschaftsräumen und Gesellschaften zugutekommt. Die Initiative hat dafür einen praxisorientierten Rahmen mit zehn universell anerkannten Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung entwickelt, an denen Unternehmen sich orientieren können. Unternehmen sollen nach diesen Prinzipien berichten.
Aktuell sind bereits 8.700 Teilnehmer aus über 140 Ländern beim UN Global Compact.

Unterirdisches Land

Unterirdisches Land bezeichnet Gebiete, die sich unterhalb der Erdoberfläche (Grund) befinden. Beispielhafte Fälle sind ein Mienen oder ein Untergrund-Schienennetz.  

Vereinigungsfreiheit

Arbeitnehmer und Arbeitgeber können Organisationen nach eigenem Ermessen frei gründen oder ihnen beitreten, ohne dass dies einer vorherigen Genehmigung bedarf.

Vergütung

Grundgehalt zuzüglich von Prämien aufgrund von Betriebszugehörigkeit, Boni, Mitarbeiteraktien, Gewinnausschüttungen, Überstunden oder anderen Vergünstigungen.

Verstöße gegen umweltrechtliche Vorschriften

Zu den Verstößen gegen umweltrechtliche Vorschriften zählen folgende administrative oder gerichtliche Sanktionen:

  • Verstöße gegen Internationale Erklärungen / Konventionen / Verträge und nationale, regionale und lokale Vorschriften. Berichten Sie auch Verstöße im Zusammenhang mit der Freisetzung von Substanzen, wie unter EN23 ausgewiesen, die die Kriterien für EN28 erfüllen.
  • Freiwillige Umweltvereinbarungen mit Aufsichtsbehörden, die als bindend angesehen werden und anstelle der Umsetzung neuer Verordnungen entwickelt werden. In bestimmten Rechtsordnungen werden solche Vereinbarungen als „Covenants“ („Umweltvereinbarungen“) bezeichnet und
  • Fälle, die gegen die Organisation unter Verwendung internationaler oder nationaler Mechanismen zur Streitbeilegung vorgebracht werden, die von staatlichen Stellen beaufsichtigt werden.

VOC (flüchtige organische Verbindungen)

Flüchtige organische Lösemittel (VOC = volatile organic compounds) werden bei zahlreichen technischen Verfahren und Tätigkeiten eingesetzt (z.B. beim Lackieren, Drucken). Diese Stoffe können einerseits direkt die Gesundheit des Menschen schädigen, anderseits sind sie zusammen mit den Stickstoffoxiden Vorläufersubstanzen für bodennahes Ozon, das bei hoher Sonneneinstrahlung gebildet wird - "Sommersmog". Ozon wirkt sich sowohl schädigend auf Pflanzen als auch auf die menschliche Gesundheit aus.

Volle Deckung

Das Vermögen der betrieblichen Altersvorsorge erfüllt oder übersteigt die Verbindlichkeiten der Organisation für die Leistungen zur Altersvorsorge.

Vollständigkeit

Wesentliche Themen und Indikatoren sowie die Berichtsgrenzen sollten hinreichend abgedeckt werden, um erhebliche ökonomische, ökologische und gesellschaftliche/ soziale Auswirkungen darzustellen und Stakeholdern eine Beurteilung der Leistung der berichtenden Organisation im Berichtszeitraums zu ermöglichen.

Bei der Vollständigkeit geht es in erster Linie um den Umfang, die Grenzen und den zeitlichen Rahmen. Das Prinzip der Vollständigkeit kann auf die Vorgehensweise bei der Datenerfassung bezogen werden (z. B. um sicherzustellen, dass die erhobenen Daten Ergebnisse von allen Standorten innerhalb der Berichtsgrenzen enthalten). Auch die angemessene und schlüssige Darstellung der Informationen fällt unter dieses Prinzip. Beide Aspekte haben Einfluss auf die Qualität des Berichts.

Vollzeit

Ob ein Mitarbeiter als Vollzeitarbeitnehmer betrachtet wird, richtet sich nach nationalem Recht und Arbeitszeitpraktiken (nationales Recht kann z. B. definieren, dass man in Vollzeit arbeitet, wenn man mindestens neun Monate im Jahr und mindestens 30 Stunden pro Woche arbeitet).

Werbung

Die Kombination von Strategien, Systemen, Methoden und Aktivitäten, die eine Organisation anwendet, um ihren Ruf zu verbessern oder um für ihre Marken, Produkte und Dienstleistungen bei einer bestimmten Zielgruppe zu werben. Zu Werbung können auch Maßnahmen wie Anzeigen, persönlicher Vertrieb, Verkaufsförderung, Öffentlichkeitsarbeit und Sponsoring gehören.

Wesentliche Auswirkungen

Auswirkungen sind wesentlich, wenn sie die Gesamtheit eines geographischen Gebiets/einer Region entweder direkt oder indirekt beeinträchtigen. Dies ist der Fall, wenn die ökologischen Eigenschaften, Strukturen und Funktionen für das gesamte Gebiet langfristig wesentlich verändert werden. Dies bedeutet, dass der Lebensraum, sein Populationsbestand bzw. die besonderen Arten, die diesen Lebensraum auszeichnen, nicht erhalten werden können.

Auf Ebene der Arten verursacht eine wesentliche Auswirkung den Rückgang einer Population oder ändert ihre Verbreitung, so dass der Bestand sich nicht innerhalb einer bestimmten Anzahl von Generationen auf natürlich Weise (Vermehrung oder Einwanderung aus nicht betroffenen Gebieten) auf das alte Niveau erholen kann. Eine wesentliche Auswirkung kann auch die Existenz oder die wirtschaftliche Verwertung einer Ressource in einem Maß beeinflussen, dass das Wohlergehen der Nutzer dadurch langfristig betroffen ist.

Wesentliche betriebliche Veränderungen

Veränderungen des Musters der Betriebstätigkeit der Organisation, die grundlegende positive oder negative Folgen für die Arbeitnehmer der Organisation haben werden. Dazu können u.a. gehören: Restrukturierung, die Auslagerung von Arbeitsprozessen, Schließung von Betriebsstätten, Ausbau von Betriebsstätten, Neueröffnungen, Übernahmen, der Verkauf der gesamten Organisation oder von Teilen oder Fusionen.

Wesentliche Freisetzung

Alle Freisetzungen, die im Jahresabschluss der Organisation, z. B. aufgrund der daraus folgenden Haftung, enthalten sind oder von der berichtenden Organisation als Freisetzung erfasst wurden.

Wesentliche Luftemissionen

Luftemissionen, die im Rahmen internationaler Konventionen bzw. nationaler Rechtsvorschriften reguliert werden, einschließlich der Luftemissionen, die in Umweltgenehmigungen für die Betriebstätigkeit der berichtenden Organisation aufgelistet sind.

Wesentliche Zulieferer, Auftragnehmer und andere Geschäftspartner

Externe Partner, von denen Lieferungen und Leistungen bezogen werden oder mit denen Verträge über Lieferungen und Leistungen abgeschlossen wurden. Im Zusammenhang mit diesem Indikator bezieht sich der Begriff „wesentlich” auf Zulieferer und Auftragnehmer, die:

  • Hauptlieferanten einer bestimmten Art von Ware oder Dienstleistung sind und für die Mehrheit der Einkäufe der Organisation stehen oder
  • als die Zulieferer mit dem höchsten Risiko von Menschenrechtsverstößen eingestuft wurden.

Wesentlichkeit

Von Wesentlichkeit kann ab einer bestimmten Aufmerksamkeitsschwelle gesprochen werden, ab der Aspekte oder Indikatoren wichtig genug sind, um in den Bericht aufgenommen zu werden. Auch jenseits der Aufmerksamkeitsschwelle besitzen jedoch nicht alle wesentlichen Themen gleich hohe Bedeutung. Die Darstellung des Themas sollte daher auch seine Bedeutung im Verhältnis zu anderen wesentlichen Themen und Indikatoren widerspiegeln.

Bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung beschränkt sich die Wesentlichkeit nicht allein auf Nachhaltigkeitsthemen, die für die Organisation erhebliche finanzielle Auswirkungen haben. Für die Ermittlung, ob eine Angabe im Rahmen eines Nachhaltigkeitsberichts wesentlich ist, werden auch die ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen/sozialen Einflüsse hinzugezogen, wenn sie einen Grenzwert überschreiten und dadurch die Fähigkeit beeinträchtigen, die gegenwärtigen Bedürfnisse zu befriedigen ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können. Die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen haben häufig kurz- oder langfristig erhebliche finanzielle Auswirkungen auf eine Organisation. Sie werden daher auch für Stakeholder relevant, die sich ausschließlich für die finanzielle Lage einer Organisation interessieren.

Für die Entscheidung, ob eine Information wesentlich ist spielen vor allem Faktoren eine Rolle, die eine Bedeutung für Stakeholder oder für die Organisation haben.

Zahlungen an Kapitalgeber

Alle Zahlungen an Kapitalgeber der Organisation. Zahlungen an öffentliche Stellen Steuern vor Steuerabzügen. Investitionen in das Gemeinwesen Freiwillige Beiträge und Investitionen von Mitteln in das Gemeinwesen (einschließlich Spenden).

Zulieferer vor Ort

Lieferanten von Material, Produkten und Dienstleistungen, die ihren Sitz in demselben geografischen Markt haben wie die berichtende Organisation (d.h. dass keine grenzüberschreitenden Zahlungen an den Zulieferer geleistet werden). Die geografische Definition des Begriffs „örtlich” kann variieren, da unter bestimmten Umständen Städte, Regionen oder auch kleine Länder vertretbarerweise als „örtlich” angesehen werden können.

Zurückgenommen

Bezieht sich auf das Sammeln, Wiederverwenden oder Recyceln von Produkten und Produktverpackungen am Ende der Lebensdauer. Das Sammeln und Verarbeiten kann von dem Hersteller des Produkts oder einem Auftragnehmer durchgeführt werden. Dies bezieht sich auf Produkte und Produktverpackungen, die:

  • von der berichtenden Organisation oder in ihrem Namen gesammelt werden
  • in Rohstoffe (z. B. Stahl, Glas, Papier, bestimmte Arten von Plastik usw.) oder Komponenten getrennt werden und
  • von der berichtenden Organisation oder anderen Nutzern verwendet werden.

Zusatzindikatoren

Zusatzindikatoren sind die im GRI-Leitfaden angegebenen Indikatoren, die neue Praktiken darstellen oder Themen behandeln, die für manche Organisationen, in der Regel aber nicht für die Mehrheit von Bedeutung sein könnten.

Zwangs- oder Pflichtarbeit

Als Zwangs- oder Pflichtarbeit gilt jede Art von Arbeit oder Dienstleistung, die von einer Person unter Androhung irgendeiner Strafe verlangt wird und für die sie sich nicht freiwillig zur Verfügung gestellt hat (ILO-­Übereinkommen C29, Übereinkommen über Zwangs­ oder Pflichtarbeit, 1930). Die schwersten Formen der Zwangsarbeit sind die Sklaverei, und Leibeigenschaft. Aber auch Schulden können benutzt werden, um für Arbeitnehmer einen Zustand von Zwangsarbeit zu erzeugen. Beispiele für Zwangsarbeit sind das Vorenthalten von Ausweispapieren, das Verlangen von Pfandgeldern oder die Tatsache, dass Arbeitnehmer unter Androhung von Entlassung zu Überstunden gezwungen werden, die ursprünglich nicht vereinbart waren.